Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1855)
- Article
- Aus der Mappe eines wandernden Juden
- Date
- 1855-07-01
- Page
- 544 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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544 Au« fc« Mappe eine« wandernden Juden. zurückgewtesen, wenn ihnen nicht daS Göttliche mit so vieler heitnischer Schlaube versetzt überliefert wäre, nnd sie für das, was man das ״Göttliche" nennt, sich nicht erheben können, ohne zugleich eine Masse von Wahnvorstellungen mit in Kauf nehmen zu müssen, für die der Himmel nnd die Erde stumm bleiben, nnd gegen die das eigene Bewußtsein deS reinen Göttlichen in uns zeugt? Eben darum, entgcgnete er, starren Sie nicht so trübe hinaus in die Nacht der Zeiten! Das trübste scheint uns nur trübe. רב ״< ׳מהולל כל ושוכר כסילים ושוכר עוברים>ser Meister führt alles zum Kreißen und hat auch Thoren in feinem Dienste und hat auch Verbrecher in seinem Dienste! Zweifeln Sie nicht, auch diese neueste, mit dem ganzen Nnstzeug der Erfahrimgswissenschäften gewappnete Leugnung deSGvtUichen steht in Seinem Dienste. Sie ist der Sturmwind, den unser Meister sendet, um die faulen Aeste am Baume der Erkenntnis! zu brechen. Sie ist der Probirstein, auf welchem sich das Falsche vom Aechten scheiden wird. Sic tst der Fels, an welchem sich die thönernen Götzen des Wahnes zersckkllen אלהיא דישמיא וארקא לא עבדו יאבדו מארעא ומן חחיח שמיא אלה• Die @6ttcr, die Himmel nnd Erde nicht gemacht, werden schwinden von der Erde nnd unter diesen Himmeln, aber der Eine Einzige, für den die Himmel und die Erde zeugen, dem der Gottesbanch in der Meuschcnbrnst znsanchzt, dieses einzige, wahre Göttliche, wird in nie geahnter Herrlichkeit strahlen, wird seine ewigen Triumphe feiern, wenn erst der Sturmwind geknickt und der Probirstein geschieden und der Fels zerschellt hat die thönernen Wahngcbilde, die die Menschen zwischen sieh und ihren himmlischen Vater gethürmt. Sehen Sic, nicht Allem und Jedem, was die Menschen ״Göttliches" nennen, gehört die Zukunft an. 'ן״ אדנינו"" Gott, NNserm Herrn, Sein ist das Reich und die Zukunft. Seinem Namen schaut unser Psalm die Verherrlichung auf der ganzen Erde, Sein Glanz strahlet vom Himmel, Sein Glanz leuchtet aus dem Lächeln der Kinder und Säuglinge, und unter Seinem Himmel, im Lichte Seiner Schöpfung wird endlich der Mensch zur Besinnung kommen, und seiner Beschränktheit und Würde, und seiner Kleinheit nnd Größe tnne werden, und wenn er die Fülle der Erde sich zu Füßen sieht und mit seiner göttlichen Kraft die Erde meistert, die Schafe, die Rinder und alle Thicrc