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Jeschurun · 1855-07-01 · Heft 10 (Juli 1855) · p. 536

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 10 (Juli 1855)
Article
Sabbath
Date
1855-07-01
Page
536 (sequence 10)
Language
German
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636 Sabbath. feinten gelehrt, auf daß Er drin und deiner Kinder Gott bleibe für und für. Und wie du de» Sabbath bei scineui Eintritte gegrüßt und feine Weihe mit dem Kelche ״denkend" und ״gedenkend" — -112! — in deinen häuslichen Kreis eingcführt, so sammelst du, auch wenn er scheidet Weib und Kind und die Genossen deines Hauses um dich und ehe du wieder daS ״Feuer", daS Symbol der Behcrrschnng der Natur durch den Menschen, handhabest, erhebst du, eben so freudig wie du ihn empfangen, freudig zum AbschicdSgruß wiederum den Kelch, nun auch die Weihe, die er dir gebracht, zu ״wahren" und zu ״bewahren" — שמור — fte nicht schwinden zu lassen, wenn der Sabbath scheidet, sie mit hinüber zu nehmen in's wochentagige Leben und weisest freudig hin auf das Zeugniß, daS du durch deine Sabbatbfeicr abgelegt: הנה אל יש1עחי, wie du es da bezeugst, daß Gott dir der Gott deines Heiles, wie du doppelt durch die Sicherheit und die Ruhe und das zuversichtliche Vertrauen, mit denen du nun wieder in die Woche eintrittst, gewonnen, was du an Erwerb eingcbüßt und forderst die Deinen auf, aus diesen Quellen dcS Heils Freude und Heiterkeit zu schöpfen! Gott ist deine Kraft, Gott macht dich heiter und froh, Gott hat dir bis hichcr geholfen, Gott gibt auch ferner dir und allen seinen Angehörigen Segen! Lust und Freude, Heiterkeit und Würde war daS jüdische Erbe, cs wird eö sein und bleiben! Darum ״hebst du hoch den Kelch deS Heils" und weihest dich Gott, der uns den Kelch unseres Geschickes und unserer Bestimmung mischet und ermannest dich, den ״Duft der Erquickung", die ״erhöhte Beseelung", die der Sabbath dir gebracht, mit hinüberzunehmen in die Tage des schaffenden, wirkenden Lebens, dein Walten in Gottes Schöpfung, dessen Symbol du im ״Feuer" ergreifst, nur im Sinne dessen zu vollenden, der solches Walten geordnet und die Kraft zu solcher Meisterschaft dem Menschen verliehen, der aber wie für alles Ungeweihte daS Heilige, für das Dunkel daS Licht, für die Menschheit Israel, also für die scchStägige Werkthätigkeit den Sabbath ausgeschieden, auf daß durch den Sabbath ״Heiligung" und ״Licht" und ״jüdischer Geist" deinem schaffenden Wirken und Walten auf Erden erhalten und gesichert bleibe.

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