Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1855)
- Article
- Sabbath
- Date
- 1855-07-01
- Page
- 533 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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4. Der Sabbath der Zehngebote. 533 in die Geheimnisse der Erde, in die Geheimnisse des Lebens einzudringen, nnd die Gesetze;!, erspähen, tun mit ihnen die Zanderforme! zn belanschen, denen die Kräfte der Natnr gehorchen, und wo jedes ncneiitdcckte Wunder der Natur nicht, wie man spricht, für die mnssigc Wissenschaft, sondern sofort für praktische Zwecke, für Vermehrung der Güter und Genüsse der Menschen verwendet wird, unsere Zeit, in welcher eben die Bezwingung der Natur durch den Menschengeist, die Industrie, fast als der einzige rettende Gott verehret wird, dessen Altäre allein nie leer stehen — unsere Ze 1 könnte des Sabbaths entrathen? ß, wäre uns nicht längst der Sabbath vom barmherzigen Vater im Himmel gegeben, auf unseren Knien müßten wir ihn uns vom Vater im Himmel erflehen, daß er, der Sabbath, uns vor uns selber rette, rette uns und unsere Kinder vor der Selbstvergöltcrung nnd Gottvcrleugnung, deren Gefahr nie großer, als in unfern Tagen gewesen. Wäre der Sabbath da, jedes neu entdeckte Wunder der Natur würde nur die Verehrung des großen Meisters steigern, der die Wunder geschaffen, der die Gedanken gedacht, der die Gesetze berechnet und festgestellt, die wir erspähen, erforschen nnd erlauschen, würde unsere Dankbarkeit nur immer inniger entflammen gegen den, der dem Menschen den Gott nach denkenden Funken von seinem Geiste verliehen und die Gott nach schaffende Kraft von seiner Allmacht gespendet. Wäre der Sabbath da, je höher unsere Bildung, je tiefer unsere Einsicht, je umfassender unsere Forschung, je kunstvoller unsere Erfindungen, je weitreichender unsere Entdeckungen, um so beschetdener würden wir werden, um so gottanbctender würden wir in dem immer Heller Gottes Schöpferweisheit offenbarenden Schauplatz der Natur und deS Menschenschaffens wandern, um so gottheiliger würde unS jedes Staubkörnchen im großen Gotteshaushalte werden, das wir dankend verwenden, um so gottheiliger würden wir selber und jedes mit und neben unS strebende Menschenkind uns werden, um so gottheiliger jede Kraft unseres Geistes, Gemüthes und Leibes, welche Gott zu so hoher Meisterschaft in seinem Reiche berufen — und um so mehr würden wir bedacht sein, Alles, Kleinstes und Größtes, nur zu« Heile, nur also zu verwenden, daß Gott eS als 81