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Jeschurun · 1855-07-01 · Heft 10 (Juli 1855) · p. 532

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 10 (Juli 1855)
Article
Sabbath
Date
1855-07-01
Page
532 (sequence 6)
Language
German
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532 S a d b a t h. der Müller seine Müble, der Bäcker seinen Ofen, der Spinner seine Spindel, der Weber seine Spuhle, der Zager sein Netz, der Gerber seine Grube, der Schreiber seine Feder, der Maler seinen Pinsel, der Maurer seine Kelle, der Feuerarbeitcr sein Feuer, der Künstler seinen Hammer, lasse jeder ruhen den Gütertausch der Gesammt- und Einzelkreise, und erinnere sieb wer ihm diese Weil und wer ibn dieser Welk geschenkt, von wem ihm Geist und Kraft, Einsicht und weltmeisternde Gewandtheit kommen, wer die Stoffe gebildet, die Kräfte geschaffen, die Gesetze gegeben, die der Menschengeist in seinem Dienste verwendet, erinnere sich, in wesseN Dienst er arbeite und schaffe, in wessen Reich er wirke und strebe, unter wessen Ange er handle und wandte, wessen Zwecke es zu verwirklichen gelte, und von wessen Biliigung, Beistand und Segen zuletzt das Heil des Ganzen und Einzelnen, der Palläste und Hütten, der Staaten und Menschen bedingt sei und lege seine Errungenschaft und seine Herrscherkraft und sein Herrscherwerkzeug, lege seine Welt und sich als Weiheopfcr auf den Altar Des, der Himmel und Erde und Meer, und Himmel- und Meer-Welt geschaffen, und am 7>en Tage geruhet und ihn gesegnet und geheiligt-- und beherzige damit, daß des uralte Schöpfer Noch der lebendige gegenwar« trge Gott sei, und auf jeden Menschen und jede Menschcnthätigkeit achte, wie der Mensch die ihm geliehene Welt und die ihm verliehene» Kräfte gebrauche oder mißbrauche, und der Gins große Baumeister sei, dem jeder Mensch das TagswerT seines Woche nbzuliefeen Habe. So bereits vor Jahrtausenden. Und unsere Zeit konnte des Sabbaths cntrathrn? Unsere Zeit, in welcher der Geist der Erfindunge» und Künste der Menschengrvße eine nie gcahnete Hoheit bereitet? Wo Wolken unsere Rosse und Blitze unsere Boten und Sonnenstrahlen unsere Farben und Pinsel und Maler geworden? Unsere Zeit, die immer mehr und mehr im Begriffe ist, nicht nur in die Geheimnisse de» Himmels, sondern, waS noch mehr ist,

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