Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1855)
- Article
- Sabbath
- Date
- 1855-07-01
- Page
- 530 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2932754-2932807-2932818-2938763--00739-2938791- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
580 S a b b a t h. die seltenste Menschenkraft nur Gott geweihek sein, in welchem Wissenschaft und Kunst, Zudustric und Handel, Landbau und Staatenbau, in welchem alle Seiten der Mensel׳enkraft und Menschenherrlichkeit sich nur zur Verherrlichung des Einen Einzige» Gottes vereinigen, in welchem Gott und seinem heiligen Willen Erfüllung geopfert werden sollte in den Sälen der Herrscher in de» Hütten des Landmannes, in der Werkstatt des Künstlers, im Hörsal des Gelehrten, wo mit dem Pfluge und der Nadel, mit dem Schwerdte und dem Amboß, mit der Feder und dem Grabscheit, zu jeder Zeit und jeder Stunde, mit jedem Gedanken, jede!» Gefühle, jedem Worte, jeder Thal deS bäuslichen wie des öffent-׳ jichen Lebens - der Dienst des Einen Einzigen Gottes vollbracht undnur in der Herrlichkeit Gottes der Mensch und das Volk, die Hütte und der Staat die eigene Verberrlichung finden sollte. ׳אנכי Ich, hatte daruin Gott zu Israel gesprochen, Ich, de» du kennst von Mizrajim her, kennst von der Sklavcnheiniath, kennst wie Ich Gott bin, Gott in der Natur, Gott im Menschenstaatcnleben, Ich so?! dein Gott sein, mir sollst du dich weihen, mit all deinen Beziehungen, all deinen Kräften, Lcstrebungciz und Zwecken mir dienen, lind da sollst d» dir keine anderen Idole noch neben mir im Privat- und öffentliche» Leben aufstelle», keinem andern Zdolc Altäre baue», keinem anderen Idole deine Kräfte weihen. Denn Ich Gott, dem Gott, fordere den MNze» Menschen, das ganze Haus-, das ganze Volks-, das ganze Staatenleben, und mit der kleinsten Fuge, die der Mensch, die das Haus-, das Volks-, das Staatenleben meinem Dienste entziehet, untergräbt eö daS eigene Heil und der Kinder und Kindeskinder Heil, und mit der Hingebung an meinen Willen und mit der Ersüllung meiner Gebote lasse ich der Mcnschengcsammtheit bis ins tausendste Geschlecht das Heil begründen! Und nicht das leiseste Wort, das du sprichst, sollst du gering achten, denn nicht daö Geringste achte Ich geringe; dem leisesten Worte, dem verschwiegensten Gedanken des kleinsten, vereinzeltsten Menschen bin Zch Nahe, und bin mitten im Verkehre der Menschen, und bin Zeuge