Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1855)
- Article
- Siwan
- Date
- 1855-06-01
- Page
- 501 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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601 עזבועוח..11 feit zur Weihe, aus dem Naturstande zur menschlich göttlichen jüdischen Höhe also bezeichnet werden soll, das, diese Vorstufe erst als ganz überwunden erscheinen soll ebe in die höhere eingegangen werden durfte, da wird dieser Vorstufe der Unfähigkeit immer ein siebenzeitiger Eyklus eingeräumt, der erst dnrckgemackt sein muß, bevor die Zeit der Fähigkeit, der Freiheit, der Reinheit und der Weihe beginnt. Erst nach sieben Tage» wird das Thier der Opferweibe fähig, erst nach sieben Tagen kann daS Kind das Zeichen deö AbrahambundeS empfangen, erst nach sieben Tagen können Unreingewordene wieder in den Kreis der Reinheit des Heiligthums und der Ehe treten. Aber sieben mal sieben Tage hatte das befreite Israel zurückzulegen ehe es zur Thorahöhe eniporblicken konnte, sieben mal sieben Tage das bodengetragene Israel von der ersten Sichelschwingnng zu zählen ehe es das Fest der Thora feiern durfte, siebenmal sieben, siebenfältige Phasen der Prüfung und Läuterung hat Israel erst zu bestehen ehe es für die volle Wirklichkeit und Wahrheit der Thora gereift sein wird. Denn nicht, wie die Kurzsichtigkeit spricht, ,für daS damalige Geschlecht war die Thora berechnet, daß etwa ein späteres, etwa sin fortgeschrittenes, veredeltereS Geschlecht derselben einst entwacksen 'ein könnte; אח אשר ישנו פה ואשר איננו פה für das fernste Geschlecht ward der Bund der Thora geschlossen, für das!ernste Geschlecht ward sie bestimmt, nicht der Ausgangspunkt, sondern der Höhe- und Zielpunkt für Israels weltgeschicht licke Entwickelung ist die Thora, und die ganze, mehr denn 3000jährige Ge schichte Israels ist nichts anders, als die große Phase seiner siebenfältigen Läuter»ng und Erziehung für die einst volle Erfüllung, für die einst volle Verwirklichung deS ThoraidealS. Und diese Pha!X wird durchgemacht. In welche Knechtschaft geistiger Unfreiheit wir auch versinken, wie entfremdet wir dem heiligen Vatererbe auch werden mögen, mit welchen Reizen uns auch die in unjüdischer Unfreiheit erworbenen und genossenen Güter um- «stricken mögen, daß endlich das Ohr, das am Sinai daS: ״Du sollst keinen andern Göttern dienen!" vernommen, sich willig wie zur ewigen Knechtschaft an Thür und Pfosten unjüdischer Unfreiheit