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Jeschurun · 1855-06-01 · Heft 9 (Juni 1855) · p. 498

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 9 (Juni 1855)
Article
Siwan
Date
1855-06-01
Page
498 (sequence 34)
Language
German
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498 S < « » n. getrocknet, und der Stier des Friedenopfcrmahles ging voran, die Hörner vergoldet und mit Oclzwcigcn bekränzt, und voraus blicS die Flöte, bis sie in Jerusalems Nähe gelangten. In Jerusalems Nabe machten sie Halt, sendeten die Botschaft ihrer Ankunft nach Jerusalem, und schmückten inzwischen ihre Fruchterftlinge. Meister und Herren und Amtleute der Priestcrschaft und des Tempels zogen ihnen, je nach der Anzabl der Kommenden, in entsprechender Anzahl entgegen. Selbst alle Lohnarbeiter in Jerusalcm standen vor ihnen aus, wenn sic an ihnen vorüberzogen und grüßten sic: Brüder aus dem und dem Orte, Friedegruß Eurem Kommen!" Sie aber zogen vorüber mit der Flöte an der Spitze bis sie den Tempclberg erreichten. Am Tempelberge nahm Zeder, und wäre es der König, seinen Korb auf die Schulter und trug ihn zur Vorhalle des Tempels, wo sic der Levitenchor mit dem Psalm empfing: ״Dich erhebe ich, Gott, denn aus tiefster Niedrigkeit hast du mich gehoben!" — Mit dem Korbe aber auf der Schulter beginnt Jeder das Nationalbckcnntniß der jüdischen Geschichte, wie er mit diesen Früchten Zeugniß ablegen wolle, daß ihm der Landbesitz geworden, den Gott den Vätern verbeißen; wie einst aber im Herrnhause zu Aram die Kncchtcswicge seines Ahns gestanden, wie immer tiefer bis in'ö egyptische Elend das Geschick der Väter dann gesunken, dort in Sklaverei und Elend, in Leid und Druck Israel zum Volk erwachsen ' und endlich Gottes Allmacht sie erlöst, zur Heiligthumöstätte seiner Thora sie geführt und ihnen daS Land der Milch- und Honigfülle gegeben. — Dann legt er die Früchte am Altäre seine Gottes, an der Stätte seiner Thora nieder, verbeugt sich und geht-((ביכורים/ג ושמחה בכל הטוב אשר בהן לך ד׳אלדיך ולביחך אחה והלו׳ והגר אשר בקרבך• ״Und freust dich dann all des Guten, welches Gott, dein Gott dir und deinem Hause gegeben, du, der Lcvite und der Fremde in deiner Mitte" (5. B. M. 26.); denn שמחה״" Freude, ist die letzte ewige Hcilesfrucht, die die Thora für dich zeitigen will- 11. Siche, so tritt dieser stille, schweigende, schmuck- und zeichenlose Tag der Thora in deinen Kreis und ist eben in seiner Stille so laut, in seinem Schweigen so beredt, in seiner Symbolarmuth so bedeutungsvoll, und ladet dich zur ernsten Würdigung der Ein»

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