Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1855)
- Article
- Siwan
- Date
- 1855-06-01
- Page
- 494 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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494 Etwa». ihren Boden, werden Israel nur von der Thora gereicht und gewährleistet durch die Thora. ׳שחי לחס zwei gesäuerte Bröde und שני כבשים בני שנה לזבח שלמים zwei einjährige Schafe zum FriedcnSopfer sind aber der Huldigungsausdruck dessen, waS Israel der Thora verdankt, was die Thora Israel bringen will, und enthält dieses charaktcteristischc Opfer am Feste der Thora wiederum das Wesen derselben nach einer Seite hin, in deren Beziehung sie am meisten verkannt worden — und wird. Hingebung und Sühne: עיילה und ׳חטאה — huldigendes Bekenntnis) der ureignen Unselbstständigkeit: ־־ ׳מנחה 2‘*'ה und freudige Begeisterung in dieser Huldigung: ׳נסכים das waren die Gedanken, die die קרבניה צביר־, die die Nationalopfcr des ganzen. Jahres durchwehten. Denn sic hatten Israel die Wege zu zeigen, die aus dem weihcloscn 5 ^״ו'*ז״3=חולוןUV heiligen Thorahöhe führen, auf deren Gipfel dann das ganze Dasein, das Göttliche auf Erden nährend: ׳לחם אשה zum Wohlgefallen Gottes in der Höhe sich vollende:לריח ניחוח לה׳• Aber diese Höhe ist keine schwindelnde, der Wirklichkeit entrückende Ekstase, auf welcher daS irdische Dasein mit all seinen Beziehungen Werth und Bedeutung verlöre, diese Höhe heißt nicht ״Askese", welcher die Erde mit ihren Blumen und Blüthen, mit ihren Reizen und Freuden, Tand und Sünde bedeutet, jene Hingebung heißt nicht Vernichtung, jene Sühne heißt nicht Kasteiung, jenes Bekenntniß heißt nicht Schwäche, jene Huldigung nicht Selbstverachtung, dia ganze Summe der Thorahöhe heißt nicht verächtlicher Fußstoß der Erde um den Himmel zu erschwingen, sondern auf dem Gipfel ihrer Höhe reicht dir die Thora: להם חמ״ץ, das Brod der Selbstständig-?eit und: ׳שלמים jenen Zustand der vollendeten irdischen Seligkeit, der ״ ,שלוםFriede" heißt, in welchem jeder Kampf und jeder Gegensatz und jeder Zwiespalt geschwunden, in welchem eS keine Klnft mehr gicbt zwischen Himmel und Erde, zwischen Ewigkeit und Zeitlichkeit, zwischen Tempel und HauS, zwischen Altar und Tisch, in welchem der Himmel und die Ewigkeit und die , Seligkeit eingekchrt ist in alle deine irdischen, zeitlichen Beziehungen, dei« ganzes leiblich-geistigeö, seelisch-irdisches Dasein in die himm-