Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1855)
- Article
- Deutschland : aus der Rheinpfalz [Nachricht]
- Date
- 1855-05-01
- Page
- 505 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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- IRI
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Ausgegcben den 15. Mai 1855. 5n tiefe« Beiblatt werden Inserate zu 3 fr. pr. Zeile oder deren Raum ausgenommen. Deutschland. Aus der Rheinpfalz. ** Die Beilage zum November best v. I. brachte unS Mitteilungen aus dem Naffauischen über die Eingriffe und Willkühr, welche sich die dortigen Nabbinen in die geheiligsten Rechte der ihrer religiösen Obhut anvertrauten Gemeinden und Privaten ertauben sotten. Mögen unsere Brüder in Nassau sich trösten, sie sind nicht die einzigen, die unter der unerhörten Gewalt einetsonst in Israel unbekannt gewesenen Hierarchie seufzen. In der Rheinpsalz wohnen ihnen Leidensgefährten, die gleich ihnen ihre heiligsten Güter Männern anvertraut sehen, die sich damit das freventlichste Spiel der Willkühr erlauben und in deren Brust jedes Bewußtsein von dem Rechte, das sie den Gemeinden, und von der Berantwortung, die sie Gott schulden, erstorben zu sein scheint. Wir bitten Sie unter Anderem die folgenden Thatsachen zu registriren. Sind sie unwahr, so möge der Betreffende uns Lügen strafen; sind sie aber wahr, dann wahrlich ist es hohe Zeit, daß die Gemeinden sich ermannen, und ihr unverlierbares Recht auö den Sternen wieder holen. Die Gemeinde Edesheim zählt 14 Familien, besitzt eine Synagoge mit 4 Gesetzrollen, in welcher bisjctzt der Gottesdienst am Sabbath wie an den Wochentagen ohne Unterbrechung stattgcfunden. Sie hatte auch bisher einen Lehrer, der zugleich das Vorsänger- und Schächter-Amt versah und besten Einkommen sich auf 300 st. belief. Seit einigen Monaten ist die Synagoge geschloffen, der Lehrer, Vorsänger und Schächter fortgewiesen, und so die Gemeinde aller Anstalten beraubt, deren sie für die Erfüllung ihrer religiösen Pflichten bedarf. Und durch wen? Durch denselben Mann, besten Fürsorge die Gemeinde mit ihren religiösen Anstalten überwiesen ist! Der Herr Rabbiner zu Landau, zu besten Sprengel die *Gemeinde gehört, huldigt der neuen Richtung, die Gemeinde iK noch streng religiös, daher entstand eine Mißstimmung, die dem Herrs Rabbiner in einer bestimmten Weise empstndlich wurde, in deren Entgeltung er nun diese Spoliation über die Gemeinde verhängte. Die Synagoge ward auf seinen Befehl geschloffen, die Gemeinde zur Synagoge Eden-