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Jeschurun · 1855-05-01 · Heft 8 (Mai 1855) · p. 459

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 8 (Mai 1855)
Article
Italien : Mailand [Nachricht]
Date
1855-05-01
Page
459 (sequence 3)
Language
German
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ist, ttkd werden ütn diesjährigen S. Käiöltts'täge die Milaneser an der gtvsten Pfvrte des Dockes die Ärbett dieses geschickten jüdischen (!) Malers zn bewundern haben. Die Maffe der in Mailand wohnendek Hüben besteht aus Wohlyabenden, einigen sehr Reichbegüterten, mehreren Kausteuten, einigen Banhuiers, sehr wenigen Armen, die sich jedoch von ihrem Gewerbffeiß nähren, gibt es unter ihnen nicht. Es gibt dort ein Privatbeihaus, in welchem am Sabbath und anderen Festtagen Gottesdienst gehalten wird und welches von den Spenden der Andächtigen unterhalten wird. M gibt dort einen Begräbnißort, einen Schochet, eine angemessne jüdische Fleischschirne Und einen jüdischen Traiteur. Bis jetzt waren die jüdischen BtwölMr Mailands von der Geckeinde zu Mantua abhängig, sind äber jetzt, wegen der vermehrten Bevölkerung, ick Begriffe, sich als besvndere Geckeinde zu constituiren. Wäue. Isr.) Asien. Die Juden in Indien. 4,'Hnivers Israelite theilt aus einer unter dem Titel: Ein Jahr in Ostindiek (1849 —1850) von Israel Joseph Benjamin, aus dem Hebräischen übersetzt von D. L., Algier 1854, erschienenen Broschüre einige Auszüge hinsichtlich der Juden in Indien ckit, denen wir folgende, nicht unintereffante Notizen entlehnen: Die Bens Israel. Die ukter diesem Namen in Indien wohnende Bevölkerung Wird von den babhlönifchek Juden Nicht als dem Judenthume ängehöüg betrachtet. Gleichwohl 'hält sie dev Verfasser unzckeifelhäst nicht nur für Juden, sondern für direkte Nachkommen der durch vie Affyrer Mtriebenen zehn Stämme. Sie leben freiwillig und aus Grundsatz vollständig von den andern sie uckgebenden Sekten geschieden, beobachten ckesentlichs Pflichten des JudeNthuck's, als Sabbath und Beschneidüng, beächten mit großer Gewissenshästigkeit die ^שחיט; haben auf Pergament geschriebene Gesetzrollen mit großer Berehrüng in ihren- Tetttpeln, und ekdüch Nenktü sie sich entschieden Ben6 Israeli und werden 'unter diesem NackÄr allgemein in ganz Hmdostan g'ekänkt. Ebenso glaubt der Vers. Gründe für die Annahme ihrer Abstammung bott den Zehn Stämmen zu haben. Die Bene Israel erkennen in dem Ganges den in der Bibel genannten Strom Gosan, ja der Berf. glaubt sogar in dem Namen Ganges jenen biblischen Namen wiederstnden zu können. Jenseits der Gangesquellen weist er ferner auf die unzugängliche Wüste Habor hin, in welcher es nach den Berichten von Karawanen, denen es gelungen, dorthin zu kommen, von unbekannten Bolksstäwmen bewohnte Städte und Dörfer geben soll. Die Vene Israel haben ferner weder Cohanim noch . Leviten, und man weiß, daß diese unter den Zehn Stämmen nur seittter gewesen. Die in Bombay und Umgegend wohnenden Lene Israel

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