Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1855)
- Article
- Aus Baden
- Date
- 1855-05-01
- Page
- 455 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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. Rabbinische Sprüche. 465 unter allen Umstanden einen gerechten Anspruch auf unsere Mildtbätigkeit; ich möchte sagen: eine ihm von Gott auf uns erbitte Forderung, die wir ihm nicht versagen dürfen. Lasten wir ihn dafür sorgen, wie er sich vor Gott rechtfertigen will, wenn er uns täuscht, wenn er das nicht ist, wofür wir ihn batten, wenn er Das, was wir ihm spenden, nicht in unserm Sinne verwendet. Schon der׳< hebräische Sprachgebrauch, der für das Wort ״Almosen" keinen andern Ausdruck, als jenen für das Wort ״Gerechtigkeit" hat, — דקה* — deutet uns an, daß der Arme gleichsam von Rechts wegen auf das Almosen Anspruch hat; daß er im Sinne des jüdischen Moralgesetzes nicht erst darum zu bitten, vielmehr eS zu fordern hat; daß das Versagen desselben, unter welchem Vorwände es auch geschehe, eine Ungerechtigkeit ist. Seien wir daher auch bierin gerecht! in metrischer Uebersetzung vom Landrabbiner Dr. H a tu bnrger in E m den. אבב חנואחא נפישי אחי ומרחמי אבב בזיונא לא אחי ולא מרחמי שבח ל״ב א♦ 1) An der Ladenthür des Glückes {Yi .K rt w iihK ' Doch an der des Mißgeschickes - Weder Freunde noch Verwandte. Vergl. Prov. 14, LO. אבוחי גנזו למטה ואני גנזחי למעלה אבוחי גנזו במ^9 #היד #ולטח בו ואני גנזחי במקום שאין היד שולטהבו |לל בבא בחרא י״א*ן 2) Was meine Väter einst gespart, War eitles Erdengut, Der Schatz, den ich mir aufbewahrt, Im Schooß — des Himmels ruh't —;