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Jeschurun · 1855-04-01 · Heft 7 (April 1855) · p. 369

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 7 (April 1855)
Article
Nissan
Date
1855-04-01
Page
369 (sequence 17)
Language
German
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2. Mazzah. 369 £ Heilige, gelobt sei Er! aber die Menschen sehen ihn nicht, aber 3 die Menschen leben, als ob sic die Könige und Meister der Geschicke d wären — unsere Väter schaute» ihn, unsere Väter lernten ihn schauen, unscrn Vätern tvard er offenbar — fie waren noch die alten Sklaven, sie affe» »och das Sklavenbrod, -- eS waren noch dieselben, die sich ihre Kinder widerstandloö ersäufen ließen, die ihre Nacken geduldig ins Sklavenjoch beugten, die ihre Rücken muth- § loS zerfleischen ließen, die nicht einmal den Muth hatten, den Moses mit seinen FreibeitSworten ״anzubören," — warcn'ö ja noch dieselben, die, selbst frei geworden, mit ihren sechömalhundert gewappt ncten Tausenden, den Krieg fürchteten, vor ihren nachjagenden Herren i zitterten und bei jedem neuen Hinderniß sich ins alte Sklavenjoch zurück- £ sehnten, — sie waren noch die alten Sklaven und ihre s Herren noch die alten Henker, die ihre Knechte so athemlos ' . 1 in das ,Joch der Sklavenarbeit gespannt hielten, daß sic ihnen nicht c die Zeit zur gehörigen Brodbereitung gönnte», und der Sklav sein \ Brod ungegohrcn essen mußte, — aber über Beide, den Sklaven i und seinen Henker, ward plötzlich die strahlende Allmacht Gottes * offenbar, fie fürchtete der Henker, und dieselbe Peitsche, die sonst $ den Sklaven zur Arbeit antrieb, und derselbe Arm, der sonst um Alles in der Welt die geduldig fleißigen Arbeiter nicht missen wollte, trieb nun mit ängstlicher Hast die Sklaven, feine Sklaven selbst in die Freiheit, ״denn getrieben wurden sie aus Mizrajim", und ״durfte« sich nacht aufhalten", ״und 1 hatten sich nicht einmal Brod für die Wanderung berei- , tetחפזרן דמצרים וחפזוץ דישראל!!״• Mit ungegohrenem , Sklavenbrod zogen fie in die Freiheit. Denn sie s hatten diese Freiheit nicht errungen — Gott machte ׳ fie frei. I Aber eben indem Er sie frei machte, hatte Er sie auch für immer sich für seinen Dienst erkauft. DaS Joch der Menschen war für immer von ihren Nacken gebrochen, in den Dienst der Menschen sollten sie nimmer wiederkehren, sollten die freisten Mensche» auf Gottes Erde sein, frei über die Gewalt der Menschenmächte — aber in den Dienst Gottes sollten sie eingetreten sein, in diesem Dienst ihre Freiheit gefunden, für diesen Dienst ihre Freiheit gewonnen haben, und nur durch diesen 2»

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