Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 6 (März 1855)
- Article
- Jüdisches Gemeindewesen
- Date
- 1855-03-01
- Page
- 328 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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328 Jüdische« Gemeindtwcsen. dünge», für welche Folgerungen und Abwägungen der Autorität den Maßstab bieten, jeder Rabbiner sich der berechtigten Kritik und der berechtigte» Einsprache eines גדול היכען/ eines anerkannt Tüchtiger» unterwerfen muH, wenn auch dieser גדול nicht in Barett und Tatar gefirmelt und nickt init der ״Weihe des Amtes" bekleidet dasteht. י";במקום שיש חילול השם אין חולקים כבוד לרב> es gilt, den Namen Gottes vor Entweihung zu schützen — und der Name Gottes wird überall entweiht, wo Sein Gesetz gehöhnt wird — da bat man der Ehre des Rabbinen keine Rücksicht zu zollen, war die erste Lehre eben dieser Rabbinen, die für sich nur so lange Ehre beanspruchten, als ihre Ehre mit;כבוד החורף; mit der Ehre der Thora sich identificirte. Läge nicht eine ganze Vergangenheit von Zahrtausenden faktisch hinter uns, die Schwächlinge unserer Zeit würden an die Möglichkeit eines solchen Organismus nicht glauben, würden sich die Möglichkeit nicht denken können, in einer solche» vom אישרה; ^om Tborafeucr dnrckglühtcn Atmosphäre als Vorstand und Rabbiner zu atbinen. Nicht in der Tborakundc, die der Rabbiner hatte, sondern in der Thorakunde, die im Volke lebte, lag die Macht des Rabbiners. Seine Autorität hatte keinen Boden, seine Wirksamkeit war null, wenn die Thora, diese einzige Seele Israels, ihn oder die Gemeinde verließ. Nur wenn in Haupt und Gliedern derselbe Lcbensathcm glühete, dieselbe Lebensseelc webte, derselbe Lebensgeist sich regte, wenn Ein Geist es war, dem Haupt und Glieder sich unterordneten, nur dann fand das Haupt für seine Gedanken den entsprechenden, schon entgegenkommenden Willen in den harmonisch ihm zujauchzenden Gliedern und in dieser Einheit war Alles lebendig und frei. ״Seiet vorsichtig im Spruche, schützet umzäunend das Gesetz und stellet Schüler in Masse hin!" Das war das große Vermächtniß unserer große» Rabbinen, der großen, großen Männer unseres Volkes! Sehet euch an dieses Vermächtniß eurer großen Ahnen und erkemret die Durchsichtigkeit, Reinheit, Klarheit und Wahrhaftigkeit des LebensfundamenteS, das uns die Thora schuf! ״Stellet Schüler in Masse hin!" Verbreitet weit und breit die Thorakundc im Volke! Schaffet euch die Kontrolle der Gemeinden! Machet euch, überflüssig im Volke! Sorget dafür, daß der Bauer hinterm Pfluge, und der Hirte bei den Rindern und der