Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 6 (März 1855)
- Article
- Der jüdische Sabbath
- Date
- 1855-03-01
- Page
- 312 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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312 Der jüdische Sabbath. Zweiter Artikel. den freien Bildner der Formen, die ihr messet, den freie» Setzer der Gesetze, die ihr suchet, den freien Spender des Lebend, das ihr auftvutnct, den freien Denker der Gedanken, deren Alpbabct ihr nach zubuchstabiren beginnet,-Cr in seiner Freiheit, und Alleü, was Cr mit einer Theilhaftigkeit an Seiner Freiheit begnadigt, entziehet sich eurer Zahl und eurem Maas- — - ״Wie Stoff und Stoff sich scheidet und bindet, wie Form aus Form sich wickelt und rundet". Dazu, böcbstenS dazu findet fick die Norm; wie aber auch miv des einfachsten Stoffes kleinstes Atom auck׳ nur in die einfachste Form eines organischen, also einem Zwecke, also cinei» bestimmten voransgcdachten Gedanken dienenden, Bläschen sich füget, wir zu dem gedankenlosen Stoff die gedankt»- volle Form getreten, die Energie und die Allmacht des organisch bildenden Gedankens, der euch überall begegnet, die entschlüpft jeder Berechnung und Zahl, und die Allsummc aller blindloirkcndeu, und darum der Berechnung sich fügenden Kräfte reicht nicht bin, anck> nur die kleinste Faser einer einen Gedanken offenbarenden Form zu constrnireu, »nd noch beute, und für alle Zeit, bleibt wiedenn! das alte Wort der verachteten Rabbinerweishcit wahr: Wo Form, Maas!, organische Bildung, wo nur ein Zweck erzielender im-danke sich offenbart, da reichen alle Elemente und Stoffe mit ibren Kräften nicht aus, da wirst du unabweisbar getrieben, den denkenden, weisen, allmächtigen, Zweck messenden Einen zu suche», jN. Zchuda Hallevi.) O, welche Seligkeit, welche Herrlichkeit wird einst die Perle des Jahrhunderts, die Wissenschaft der Natur auf Erden verbreiten, wenn erst zu jedem neuesten ״Kosmos" sich der Geist des alten Sabbatbs gesellet; wenn nicht mehr die Kenntniß der Natur die Erkcnntuis, des Schöpfers verdunkelt; wenn man nicht mehr über die Formen den Bildner, über die ÄYaftc den Schöpfer, über die Gesetze den Gesetzgeber, über die Gedanken den Denker vergißt und vcrläugnet; wenn nicht mehr die sterblichen Meister mit ihren Töpfen und Waagen, Gläsern und Messern da stehen und in vermessener Verblendung kopfschütteln und sprechen: nur was wir tasten und schmelzen und wagen und sehen und messen und zählen, das ist, —