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Jeschurun · 1855-02-01 · Heft 5 (Februar 1855) · p. 280

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 5 (Februar 1855)
Article
Amerikanische Zustände
Date
1855-02-01
Page
280 (sequence 2)
Language
German
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Gemeindewesen. und eS ist eine nicht seltene Erscheinung, Juden Stellen und Aemter aller Grady, selbst die höheren, als Gesandschaftsposten, Sitze in der Gesetzgebung s. w. einnehmen zu sehen. Nähere Angabe von Details in dieser Beziehung würde meinen Bericht zu sehr in die Länge ziehen — mit einem Worte: daS Gesetz Amerika'« kennt keine Juden und keine Christen, keine Muhamedaner und keine Chinesen — es kennt nur Bürger der Vereinigten Staaten. — Auch im socialen Leben theilen die Juden alle Freiheiten und Rechte mit ihren Mitbürgern. Zu jeder Versammlung und Gesellschaft, seien sie privat oder öffentlich, werden sie zngelasien und können mit den entsprechenden Qualitäten und einem makellosen Charakter als Mitglied jeder Gesellschaft ohne Ausnahme ausgenommen werden; daher trifft man in Amerika auch sehr selten eine öffentliche oder geheime Gesellschaft, deren es eine ungeheuere Menge gibt, zu der nicht mehr oder weniger Juden gehörten, und darin Aemter und Stellen bekleideten. Außerdem bestehen yoch in allen Hauptstädten Amerika'«, wo sich eine größere Anzahl Juden befindet, besondere, ausschließlich von Juden gebildete Vereine und Institute der Mildthätigkeit, Hospitäler, Erziehungs-Anstalten u. s. w. •) Auch errichteten die Israeliten unter sich ausschließlich eine geheime Gesellschaff ״Bene Brithu, die bereits in den meisten größern Städten eine Anzahl von mehreren Tausenden zählt; sie haben ihre jüdischen Insignien, Benennungen und Losungsworte und sind der Grand-Loge untergeordnet. Die ökonomische Lage der Juden in Amerika kann man durchschnittlich als eine gute, opulente bezeichnen. Es gibt viele Reiche, zum Theil mit großen Besitzungen und sehr werthvollen Gütern, außer- ^em jedoch einen viel größern wohlhabenden Mittelstand und nur ein *) Ich möchte mir erlauben, hier eines FactumS zu erwähnen, welches von dem Aufblühen des amerikanischen WohlthatigkcitSsinneS ein schönes, sprechendes Zcugniß ablegt: In diesem Jahre starb Isaak To uro, ein portugiesischer in Amerika geborencr Jude, ohne Erben, mit Hinterlassung eines Vermögens von ungefähr einer Million Dollars; hiervon vermachte er allen jüdischen und christlichen wohlthätigen Anstallen 450,WO Doll. — da ist kein Hospital, keine jüdische Kinderschule, keine Gemeinde, keine.mildthatige Gesellschaft, keine Wittwcn- und Waisen-Anstalt, der nicht Legate von $ bis 5000, ja bis zu 10,000 Dollars zugefallen, — für unsere armen Brüder in Palästina gab er 70,000 Dollars — den Rest der Hinterlassenschaft bestimmte das Testament einem Jugendftcundc, der einst sein Lebensretter gewesen, einem Christen -ייder aber, ohnehin sehr reich, beabsichtigt dieses enorme Legat wiederum auf ähnliche Weift zu verthrilen. ♦ jbuMnmen. öauqitter; Gemeinde!aus der , Entschieden ן;. Wesentj: gütig der;j!c Vertre-; ן von der Mat.Z.) j:e Petition!r zur Verlassen, daß a die per- -tatte. Die!!lsregierung sUebergang!in der na- : überreicht s Ü V , und Ion gespro- : empfohlen, gegen 105 , gihmmg ist : verstorbenen dahingeschie-!Erheblichkeit!|1S aus dem [m Familien- \:m an ״ver- Überträgen für;;Ijit eines Zu-

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