Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1855)
- Article
- Schewat
- Date
- 1855-02-01
- Page
- 251 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Poraschalh ©rfjcfadm. 2r>1 und weihest du und heiligst du deiueu ganzen irdischen Wandel, hebst du dein Vergängliches zum Ewigen, bebst du dein Menschliches zu Gott! ״Jeder, der hinübertritt zu den Gezählten von zwanzig ״Jahren an und darüber gebe die Gottesbebe." Wir? Unsere Kinder böchstens und unsere Greise überweisen wir dein Heiligthnme. Unsere Kinder, die noch nicht unb unsere Greise, die nicht mehr der Erde dienen fönitcn, glauben wir un: beschadet mit Himmlischem nähren zu können, vielleicht auch nähren zu müssen. Aber kaum ist der Knabe zum Jüngling gereift, so eilt man sein Gemüth von der Schwärmerei der Kindbeit zu säubern, zeigt ihm, daß im Leben eine andere Thora, die Thora des Erwerbend, bie Thora des Genießend, die Thora der Menschenehre, des Menschenurtheils, des Menschenanscbenö gelte, und wer fortkommen wolle in der Welt, wer verdienen und genießen und gelten wolle in der Welt, der müsse sich rasch die Hemmschuhe des jüdischen HeiligthumS von den Füßen löse!! und sie sich — für sein Greisenalter bewahren. Nicht also dein Gott ״von zwanzig Jahren an und weiter," eben in der Vollkraft deiner Männlichkeit wartet Gott und sein Heiligtbum auf dich, eben mit deinem rüstigsten Mannesstreben, mit der ganzen Begründung deiner Selbstständigkeit auf Erden sollst du Gort dienen, als Jüngling und Mann zur Wahrheit machen, was deine Knabenbrust heiligend erfüllt, dann wird dein Greisenalter noch männlich sein rrnd im hoben Alter du noch im Heiligtbnme Gottes für Erd' und Himmel blühen. ״Der Reiche kann nicht mehr geben rrnd der Arme nicht ״weniger als die Hälfte eines Schekels die Gottesbebe ״zu spenden für eure Personen zu sühnen." Siebe d a d i c G l e i ch h e i t i n! G o t t e s r e i ch e! Die einzige Gleichheit, die der Menschheit im Ganzen und jedem Einzelnen erreichbar! An Gaben und Kräften, an Gütern und äußern Glückesstufen werden die Menschen je und je verschieden bleiben. Denn gar mancherlei Schaffner und Diener braucht der Meister für das große Werk des Heiligthums, an dem wir Me mit Allem zu arbeiten berufen sind. Aber an Werth und Bedeutung, an innerer Würde und Hoheit, an sittlicher, ewiger Größe können und sollen wir Alle gleich sein, gleich zu werden streben. Ob der Eine reich, der Andere arm, der Eine stark, der Andere