Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1855)
- Article
- Holland [Nachricht]
- Date
- 1855-01-01
- Page
- 234 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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auch für die Erhaltung der jüdischen Schule zu sorgen haben. Dem gegenüber werden die folgenden Kosten des Staatsbudgets den hiesigen jüdischen Verhältnissen eine gewisse Würdigung sichern. Ztaalsausgabcn für das Jahr 185)4. CultuSdcpartement, Abtbciluug M: Israelitische Kirchengcnosscnschast. Besoldungen für der: Adjunkt Cecretar der isr. Haupt׳bom- Mission und andere Beamte.328G sl. Bureau- und Lokalkosten. 439 ״ Reise- und Ausenthaltokosten. 300 ״ Besoldungen für Oberrabbiner, Rabbiner, Lebrer und Prediger 9923 ״ Tbcol. und Rel.-Unterricht, Seminar, RabbinatS-Kollegium Kommission s. (5׳ram.15500 ״ Ausbau von Synagogen u. s. w. 3500 ״ 321i5cTfO Frankreich. (Fortsetzung.) Diejenigen welche zur Zeit ihrer Aushebung vcrheirathct sind, tonnen ihre Frauen mit in die Garnison nehmen, in welche sie versetzt werden, und diese ernähren dann sich mid ihre Kinder, wenn sie deren haben, durch Kleinhandel, wenn in dem Orte Gelegenheit dazu geboten wird. Einer inttcr den Gefangenen in Aix hat seine Frau bei sich. Man hat ihnen, zusammen mit den vcrhciratheten russischen Soldaten, ein besonderes Haus auf der Insel eingerännit. Ein anderer unter ihnen, der gleichfalls verheirathet ist, wurde im Moment der Einschiffung von seiner Frau getrennt, welche mit dun anderen Thcile der Gefangenen nach England gebracht wurde. Hr. Marx hat bereits an Hrn. Montefiore geschrieben, damit entweder die Frau nach Frankreich, oder der Mann nach England geschickt werde. Derselbe richtete dann auch einige Fragen hinsichtlich der materiellen und silllieben Verhältnisse der Juden in Rußland an fic; auS ihren Antworten ergiebt sich Folgendes: Allen Druck und alle Gcwaltthat einer nur zu oft noch dazu von religiösem Fanatismus aufgcstachcltcn Willkührharrschaft, bat die in diesem Lande, besonders in den Provinzen Polens, so beträchtliche jüdische Bevötkeruug zu erdulden. Auf dem Lande zu wohnen ist ihnen verbeten; in den Städten treiben sie Handel, wobei sie unzähligen O.uälcrcieu und drückenden Steuern unterworfen sind; cS Herrschi ein förmlicher Wetteifer unter den Ilntcrbcamten, die Inden möglickst auSzusaugcn; jeder bürgerliche, sogar jeder religiöse Act, muß mit Gold ausgewogen werden. Ja man ist so weit gegangen, die herkömmliche Tracht der Männer und Frauen zu verbieten — d. h. schwer zu besteuern, denn mit Geld vcrmag man unter einer selchen Negierung Alles. So sind die Greife