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Jeschurun · 1855-01-01 · Heft 4 (Januar 1855) · p. 226

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 4 (Januar 1855)
Article
Jüdische Skizzen aus Berlin
Date
1855-01-01
Page
226 (sequence 7)
Language
German
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226 -ewe fen ס 0) c!nein bestieg, für daS er allein das Maaß von 40 Ellen bestimmt hatte — das alte Fest, wo man zur Erinnerung an jene seltsame Verwandlung sich ״verstellt", sich beschenkt und über die Maßen lustig ist, — das alte Fest, das gewöhnlich um die IduS deö Märzen fällt und an dem vor zwei Jahren ein hoher Abgeordneter in unserer Kammer gemeint hat, die Juden seien Alle blos zum Schachern auf der Welt — Hoffen wir! — schon ist nach den neuesten Nachrichten das neue Judcngesetz in Würtcmberg wieder in Etwas gemildert worden, die Schacherjuden dürfen auch auf bloße Unterschriften borgen, ״zur Erleichterung deS Verkehrs", vielleicht dürfen sie auch mit der Zeit noch etwas früher heirathen, als zu 35 Jahren, wo die Manneskrast der rastlos betriebsamen, übermäßig angestrengten Packträger schon fast zu schwinden beginnt, — wenn man nur erst die gemischten Ehen freigegcbcn — ״zur Erleichterung des Ber-- kehrö" .... Wir haben ja so unendlich Vieles schon überstanden — warum nicht auch das Judcngesetz und die Allgemeine znsanunt ihrem Correspondcnten? Was nun diesen selbst betrifft, so liegt er leider schon wieder in meinem geographischen Bereich. Kladderadatsch hat ihn uns — im Briefkasten — als den Herrn Professor und Bibliothekar an der königl. Universitätsbibliothek in Berlin Theodor Mundt vorgcstellt und auf die Anfrage: ״Warum er (Kladd.) der Allgemeinen nicht auf ihren Mund klopfe?" geantwortet: ״weil sie ihn zu lange gehalten hat, als daß man ihr das unschuldige Vergnügen nicht gönnen sollte" — und Kladderadatsch ist ein in all diesen Stücken wohlunterrichteter Mann. Noch aber wollen und können wir'S nicht glauben, eben weil auch wir über sehr gute Quellen zu verfiigen haben und wir uns nach einem Einblick in diese, Vergangenheit und Gegenwart nicht gut zusammeureimen können. Sollten uns aber weitere Artikel in gleichem Sinne von der Identität des Correspondenten und des bercgten Herrn überzeugen, so unterhalten wir einmal gelegentlich unsere Leser auch von der Identität eines weiland Breslauer Doktors und Dozenten, der einen leichtbeweglichen spanischen Mantel trug, sehr gern.mit den Korrosiven umging, und ein Volksredner war, mit einem gelehrten, wohlweisen Professor et cetera allhier, der sich bei feierlichen Gelegenheiten in eine römische Toga hüllt, die ihm sehr spanisch jit Gesichte steht. Im Uebrigen verweisen wir 6n attendant auf unser Mottolied oder, wem die Literatur der Gegenwart vertrauter sein sollte, wie dem Herrn Professor Mundt, der eine

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