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Jeschurun · 1854-12-01 · Heft 3 (Dezember 1854) · p. 173

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 3 (Dezember 1854)
Article
Die Juden in den Vereinigten Staaten
Date
1854-12-01
Page
173 (sequence 5)
Language
German
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Die Juden in den Vereinigten Staaten. 173 und Westen, stehen sie ihren Ackerbau treibenden Nachbaren keineswcgS nach. Das! sic als Kauf- und Handelsleute zu den thätigsten und solidesten gehören, bedarf wohl keiner Erwähnung. Kurz, jedes Fach dcS socialen Wissens und Gedeihens wird hier zu Lande von de» Juden init glücklichem Erfolge angebaut. Schade, das! man ihnen hinsichtlich der speziell-jüdischen Gelehrsamkeit und achter Religiosität nicht dasselbe Lob zollen kann. Der Hauptsitz des jüdischen Lebens in den Vereinigten Staate» ist New-Uork. Diese Weltstadt — welcher selbst der amerikanische RepublikaniSmnS den Titel Empire City;»gesteht, welche jetzt an Bevölkerung nur von London und Paris übertroffen wird, an Handel und Rcichthum aber blos! London nachsteht — wird auch von vielen Tausend Juden bewohnt. Der Verbrauch von Mehl für ׳ייגיווק welcher beweist, das! die Juden hiesigen OrtS in de» lebten zehn Jahren sich mehr als verdoppelt haben, lässt auf einige dreißig Tansend;ניצן־ Eonsumenten schließen. Diese bilden ztvanzig unabhängige, abgeschlossene Gemeinden. Mehrere derselben bcsitzen grosse, im schönste» Geschmack erbaute, auf's zierlichste cingcrichtcte Synagoge». Fünfzig öffentliche Vereine, Hospital, Scminarien, WvhlthätigSkcitS- und Literarische Gesellschaften, zwei *בהי כגדיר״^רר״ s. w. scheinen zu beurkunden, mit welcher Kraft sich der frische LebenSgeist unter den hiesigen Juden und zwar in jeglicher Richtung geltend macht. Und wirklich, wenn man so das ganze Treiben 1יבהרXI ״, בהשקפה*f ansikht, besonders' Ivcnn man an einem Feiertage (sage ראש השנך־ן) von einer glänzend erleuchteten Synagoge zur andern pilgert und überall sieht, welche Unzahl von Herren und Lame», prachtvoll gekleidet, von Gold nnd Juwelen glänzend, sich mit fromm»! Eifer zum Gotteohausc drängen; oder wenn man einem unserer öffentlichen Diners mit beiwobnt — wie wir voriges Jahr in zwei Monaten drei hatten, wo mehr als 20,000 Dollars für jüdische wohltbätige Stiftungen gesammelt wurden, und wie wir deren im kommenden Monat (November) wieder zwei und hoffentlich mit demselben Erfolg haben werden — wer einem solchen Banquct niit beiwohnt und hört und sicht, wie hochherzige Reden und reiche Gaben wetteifernd mit einander Schritt halten , — wer von allem Diesen zuerst überrascht wird, geräth fast in die Versuchung mit einzustimmcn in den prahlerischen Vankcc-AnSruf: Truly׳

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