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Jeschurun · 1854-12-01 · Heft 3 (Dezember 1854) · p. 146

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 3 (Dezember 1854)
Article
Aus Hamburg
Date
1854-12-01
Page
146 (sequence 1)
Language
German
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cv .fl f?oesu j Aus Hamburg II. *** Im November. Am Scklusse meines vorigen Berichtes batte ick mir erlaubt, Ibre Aufmerksamkeit auf die Armcnbevölkerung unserer Gemeinde zu lenken, und Ihnen zu zeigen, welcke Berücksichüguug dieselbe bei unseren Gemeindeverbältnisseu in Anspruch.zu nehmen bat. Lassen Sie mick beute bamit beginnen, Ibnen darzulegen, wie diese Rücksicht sich in unjcrcr Mitte bctbätigt. Man kann wahrlich unserer Gemeinde das schone Zeugniß nickt versagen, daß ihre öffentlichen, wie Privat-Arrstalterr dem Armen von der Wiege bis zum Grabe helfend und schützend zur Seite sieben. Gin Wöcknerinncnverein sorgt dafür, daß dem neugeborenen Kinde, wie seiner Mutter die Pflege und Wartung wird, die ihr Zustand erfordert; außer dem Notlügen Kindcrzeuge gewährt er Geldunterstützung, bezahlt eine Wärterin imb, wenn es erforderlich ist, eine Amme. Ist das Kind sckutfäbig, so nimmt es die Armenschule auf; fehlt es dem Kinde an Bekleidung, so sorgt ein Bekleidungsverein dafür das Notlüge anzusckaffen. Sind die Gütern zu arm um für geböriges Mittagsessen zu sorgen, so läßt sie der Brod- und Suppenverein in den verschiedenen Sckullocalen speisen. Haben die Kinder das Unglück ihren Vater zu verlieren, so nimmt sie ein herrliches Waisenhaus auf, wo mit der größten Gewisse,lbafligkeit für leibliche und geistige Pflege gesorgt wird.") Widmet ein Knabe *) Mit Vergnügen zollen wir bei dieser Gelegenheit der Leitung und Verwaltung diese- Institutes nnse'cc gebührende Anerkennung. Während auf die religiöse, sittliche und geistige Ausbildung der Knaben die größte Sorgfalt verwendet wird, ist für die Befriedigung der plwsischen Bedürfnisse derselben in musterhafter Weise gesorgt. Die Vorsteher sowohl, als der Waiscnvater und dessen tüchtige Frau, machen sich'- zur Aufgabe, ihnen, so weit eS möglich ist, daö zu ersetzen, was daö Schicksal ihnen geraubt hat.

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