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Jeschurun · 1854-10-01 · Heft 1 (Oktober 1854) · p. Seite 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 1 (Oktober 1854)
Article
Thischri
Date
1854-10-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Thischri. 8 dich von Wort gespenstern necken zu lassen? Wie? Wenn du nun dich geirrt, wenn nun etwa dein Fortschritt ein Rückschritt gewesen, wird dann nicht dein Rückschritt ein wahrer Fortschritt sein, wirst du bann nicht, wenn du -auf deinem bisheriges Wege bebarrcst, nur ewig fortschreiten im; Rückschritt, nur ewig fortfahren aus dem Wege, der dich immer mehr von dem eigentlichen Ziele deiner Vollendung entfernt, dem du im vermeintlichen Fortschritt den Rücken zngcwendet? Kommt ja Alles darauf an, ob du dein wahres Ziel vor Augen, oder biutcrm Rücken habest. Ewig fortschreiten, so du auf den! rechten Wege bist, ewig zum rechten Wege znrückkchren, sobald du ihn verlassen, das ist die ganze Summe aller Lebensweisbeit. lind du brauchst auch nur einmal in einem schwachen Augenblicke vom rechten Pfade abgekommen zu sein, um, wenn du nicht umkebrst, dich ewig weiter von deinem göttlichen Ziele zu verlieren — und du wolltest nicht iune halten, wolltest dem „Zurück!" deines Gottes voruebm sorglos entgegen lächeln, „ich irre mich nie!" und nicht einmal die Möglichkeit zulassen, bu könnest auf Irrwegen, aus Abwegen sein, wolltest nicht, wie der Thernabrag dich gelebrt, einmal die prüfende Hand an alle deine Lebensverhältniffe, an alles Schaffen deines Geistes und deines Leibes, an deine Gedanken, Gefühle, Worte, Thaten, Genüsse, Bestrebungen, an dein Haus, deine Ehe, deine Erziehung, dein Familien-, dein Gemeinde-, dein Bürgerleben legen, und im ganzen Ernst der Gottesmabnung dich fragen, ob du auch mit Allem und Jedem auf rechtem Wege, auf geradem Wege zum gottgefälligen Ziele, daß du mit Allem und Jedem im bisherigen Wege nur. fortschreiten dürfest um deines Zieles gewiß zu sein, — un,d wenn du den rechten Weg verloren, wolltest du nicht zurück, mit allem Ernst zurück? - Woran aber erkennen den rechten Weg? Wie aber wissen, wo das wahre Ziel? Wo der Kompaß auf uferlosem Meere? Wo der Wegweiser, wenn in tausend Richtungen der Zrrthnm und der Wahn, die Leidenschaft und der Leichtsinn ihre Signale ausgesteckt, und keinem falschen Wege mehr der falsche Priester fehlt, der den falschen Pfad als den rechten preist? Du kannst nicht irren! Deine GesetzeSlade ist die Bundeslade, auf deinem Gotteögesetz ruhet der Gottes-

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