Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 52 (29.12.1887)
- Article
- Eine volksthümliche Geschichte der Juden
- Date
- 1887-12-29
- Page
- 817 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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,fönilllMirr hpti Tetveth 5848 ׳pUttttooer, oen 28. Dezember 1887. M 52. w w׳ v T^mhIllLlhM iitr görkniiig jüdischen Geistes nnd jüdischen Lebens in Hails, Gemeinde und Schule. von Samson Nllphkct Hirsch, JMUim■ 11. Jsrncl’iliMini Äesigio118geseMmst jh IranKM a. H 9!eue Folge. Fünfter Jahrgang. Hcrnusgcgebcn unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asaac Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementspreis bei allen Postanstalten nnd Buchhandlungen 2-//L 50 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Jeschurun zn Hannover. — Die Expedition versendet auch direlt und franko unter Streifband den Jahrgang für 12 oder 7 Gulden ogcrr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich; für 14 oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — An zeigen weroen mit 25^Z f. d. :!gespaltene Petitzeile oder deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Herschelstr. 5. Au schleunigste Ernencrmig des LlbonnemcntS, nameullich bei Ser Post, wird hierdurch erinnert. Kie H.rpediLivn des ״Jeschurun". ן Inhalts -Verzt ichttift von Nr. 52. j Eine volkSthümliche Geschichte der Juden (III.) — זאת! «"122N- — Die grsetzcstreree ÄNuorität in den bayerischen Kultus- : geiileiudeu (Schluß.) — Bilder aus der Gegenwart (Fortsetzung.) — Korrespondenzen und Nachrichten: Hannover (2), Berlin;2', ' Dinslaken a. Niederrhein, Trier, Wien, Prcßburg, Pest (2),! Nvtterdam, London, dteapel, Warschau, Odessa, Bularest, Jassy,! Newyork (2), Philadelphia. — Kollektiv-Berichte aus Ungarn, j — Inserate.; oaifiütljiiiiilidjr GcsihiPe der |11kn. | III. I (Fortsetzung.) Und welcher unglaublich hohe Grad von Ver-! bleudung, Anmaßung und Selbstüberhebung gehört i nicht dazu, um die eigenen Ansichten über daö ganze i allumfassende Gebiet eines Volkslebens, das Privat-! und das öffentliche Recht, die Zivil- und Kriminalgesctzgebung, sowie die eigenen Ansichten auch über; alle leiblichen und seelischen Verhältnisse des ciuzclnen! Menschenwcsens zu׳ einem in die Gestaltung aller j Lebcnsbedingttngen tief einschneidenden komplizirreu j System von Gesetzen todijizirend zu verdichten, die mir j dem Ansprüche auf ewige, unverbrüchliche Gültigkeit auslreten und den Arm des irdischen Gerichtes mit Leibes- und Lebensstrafen für ihre Aüfrechthaltung in Anspruch nehmen! Welche unglaubliche Selbstüberhebung, ganz abgesehen von der Unchrlichkeit, diese Gesetze, die zweifelhafte Weisheit des fchlsamen Menschen, für das Diktat der göttlichen Weisheit des allmächtigen und allwissenden Schöpfers auSzugebcn! Und dieser Dünkel, dieser wahnsinnige Glaube an die eigene Unsehlbarkeit wird gleichwohl demselben Mann iu aller Gemüthöruhe objektiv durch seine bloße Bezeichnung als Gesetzgeber zugeschrieben in demsclben Athcm, in welchem der Berfasser seine Bescheidenheit rühmt! Denn daß diese auch von der Thora gerühmt werde, dürfen wir dem Verfasser nicht entgegen halten. Der Herr Professor läßt von derselben nur gelten, waö ihm paßt, streicht, was ihm nicht paßt, und verführt, wie bemerkt, in dieser Beziehung mit schrankenloser Willkür. So erfahren wir S. 14, daß der Gedanke, derselbe Gott, der in der Natur walte, auch die Geschichte׳ leite, — ein Gedanke, der so oft in der Thora als ausdrücklicher Ausspruch Gottes angeführt wird, ja man kann mit voller Berechtigung sagen, der ebenso sehr den ausgesprochenen Grundgedanken wie die stete stillschweigende Voraussetzung der ganzen Thora bildet —: ״ein Erzeugniß (816!) des BolksstammeS