Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 51 (22.12.1887)
- Article
- Eine volksthümliche Geschichte der Juden
- Date
- 1887-12-22
- Page
- 801 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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in Haus, Gemeinde und Schule. ■ begründet poii Snmsou Raphück Hirfch, <6nl>i׳u1cr 11. üsrnffiiiftfint IMiQioiisgefffiTifmft juifianlfiiii n.lfl. 9!e»«e Folge. Fünfter Jahrgang. HkrauSgcgkbc» unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asüitc Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonnelttentSpreiS bei allen Postanstatten und Bnchhondlnngrn 2^50^ für das Bicrteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Jkschnrnn;n Hannover. — Die (*mbition versendet auch direkt inib fraiifo unter Streifband den Jahrgang für \'2Jk oder 7 Gulden österr. Währ, nach Dcntschlalid und Oesterreichfür \\ Ji oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — A «;eigen werden mit 25 f. d. :!gespaltene Petitzeile oder deren Ztauin berechnet. — Expedition: Hannover, Herschclstr. 5>.?111 schleunigste (Lrncuernug des?!bouncmcnts, namcutlich bei der Post, wird hierdurch erinnert. pie H^pediLion des ״)Murlltt". Inhalts-Verzeichnift von Nr. 5L. (iinc volisthümliche Geschichte der Inden!111.) — Was können wir für nnscre nnglücklichen Brüder thrm'? — Die verschicdcncn Arten des Antisclnitismns. — Bilder ans der Gegenwart (Fortsetzung.) — Die gesetzte treue Minorität in den bayerischen KutluSgemeinden. — Ltorrcspondcnzcn und Nachrichten: Berlin (4), Osnabrück, München, Bnrgprevpach. Wien ^2), Pest (2). London (2), Warschau, Jassy, Melbourne, Palästina. — Bnchcrschau. — Inserate. Eine Dolbtijiliididjc (WWc kr |11k1t. III. Wir wollten cigcntlid) den Widerspruch übergehen, der darin liegt, daß die Jsraclilcn angeblich nur dunkle Ahnungen von ihrem Berufe gehabt hatten, wiewohl ihre Erlebnisse vor ihrer Ansiedelung in ״ihren Augen" wunderbar waren, da wir, wie bemerkt, erst später die Behauptung des Herrn Professor auf ihren inneren Werth prüfen wollten. Wir können es uns gleichwohl nicht versagen, schon hier ans die unglaubliche Gedankenlosigkeit hinzuweisen, mit der in dieser Geschichte Sätze neben einander geschrieben werden, die sich unmittelbar gegenseitig ansschließcn. Hatten nnscre Väter bei ihrem Einzüge ins Land wirklich nur dunkle Ahnungen von ihrem Berufe, so muß eben der ganze geschichtliche Thcil der Thora schlankweg geleugnet werden; hatten sic aber wirklich derartige Erlebnisse zu ver-! zeichnen — (man achte auf die Unbestimmtheit des > Ausdrucks, denn daraus, daß Jemand etwas ״zu ver->,! zeichnen hat", folgt noch nicht, daß er dies auch getha!^! hat, nach der Thora aber haben ״sie" überhaupt! nichts, wohl aber hat Moscheh nach den! Ausspruchs j Gottes alles verzeichnet) — als welche unter Anderen! der Durchzug durchs Meer und die Offenbarung dcr> j Zehngcbote, sowie die vierzigjährige Wüstenwandcrnng; angegeben werden, so hatten sic, selbst wenn diese nur, I ״in ihren Augen" wunderbarer Art waren, doch wahrlich j nicht blos eine dunkle Ahnung ihres besonderen Berufs!! Bon solchen Widersprüchen wimmelt cs in dieser! Geschichte. Wir wollen jedoch durchaus nicht bchanp-! len, daß sic blos Folge von Gedankenlosigkeit seien, j Sie wurzeln einerseits in der inneren Unwahrheit der Voraussetzungen und Behauptungen, gegen welche die Macht der T hat suchen, trotz der ihnen a n g e t h a 11 c n Gewalt, u nanf h örli ch r c b e l l i r t. Andererseits aber in dem sichtlichen Streben, den Charakter jener Erlebnisse in einem gewissen clair- 01»scur zu halten. Das Prädikat der Ehrlichkeit kann