Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 48 (1.12.1887)
- Article
- Zum Wiederbeginn der Thora
- Date
- 1887-12-01
- Page
- 753 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XX. Jahrgang. $anno»ä, den }f M 48. w Il{a:ljt11$cljrifl znr görkiinig Mischen Geistes und jüdischen Lebens in Hans, Gemeinde und Schule. Begründet von SlMlsvN Nüphüc! Hlksch. Bnidnner 11.?srncfitifdini üffigionsgefelfflnft -n Bmiififnrt a. R Ilene Folge. Fünfter Jahrgang. HeraiiSgegoben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementspreis bei allen Poslanstalteri inib Buchhandlungen 2<.fkf)0 4 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Jeschurun zn Hannover. — Dir (rxprdiuon versendet auch direkt und franko unter Streifband den Jahrgang für 12J6 oder 7 Gnlden östcrr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, für U Jü oder 18 Fr. nach den?andern des Weltpostvereins. — Anzeigen weiden mit 25».*$ s. d. iigespaliene Petitzcile oder deren Naiun berechnet. — Expedition-. Hannover, Herschelstr.!> Inhalts-Vcrzeichuiß von Nr. 48. Zum Wiederbeginn der Thora (V, Fortsetzung.) — Eine volköt'yüiiiliche Geschichte der Inden (I.) — Plaudereien aus der Schule (V.) — Bilder aus der Gegenwart (Fortsetzung). — Gin mmänischer Accht-fall. — Korrespondenzen uiib Nachrichten: Breslau, Wien (2:, London, Warschau, Numäuien (2), Newyork, Tunis, Johaunisbuig. — Inserate. Jim! Ättdktbtgiittl der Thm. V. Unser Vater Abraham. (Fortsetzung.) Andere Bilder ihres BaterS sind eS, die in den Herzen seiner Kinder leben. Nicht Abraham mit dem SiegcSschwcrt in der Hand — läßt er ja, wie daS Propheteuwort lautet, sein Schwert sein wie Staub, wie verwehten Strohhalm seinen Bogen! — sondern Abraham, die Siegerhand weihend zu Gott emporhebend, die unendliche Beute aber stolz und vornehm von sich weisend, das ist eines der Bilder, die seine Kinder von ihm treu im Herzen hegen. Beiläufig, ein wahrhaft königliches Geschenk war cS, wie die Geschichte von keinem zweiten zu erzählen weiß! . Denn eS gehörte Alles von ״Gottes- und Rechtswegen", auch nach dem noch jetzt geltenden Völkerrechte, voll und ganz ihm, und diescs Recht wurde ja auch von Niemandem bestritten, war vielmehr von dem Territorial- Herrn ausdrücklich und bereitwilligst anerkannt worden. — An AbrahamS königlichem Sinne prallte Alles ab: ״Du sollst nicht sagen: ich habe den Abraham reich gemacht!" — — DaS Schwert haben auch andere geschichtliche Größen siegreich geführt —: in dieser Noblesse, dieser stolzen Vcrschmähnng selbst legitimer Selbstbcrcichcrung steht unter allen Größen, von denen die Geschichte kündet, unser Vater Abraham auf einsanier idealer Höhe, ein wahrer König. Und auch diesen hohen Sinn haben seine Kinder von ihm geerbt und ihn in zwei nationalen Thaten bewiesen, die glcichsalls ohne Parallele in der Weltgeschichte geblieben sind. Nach mchrhnnderljährigcr Knechtschaft waren ihre Peiniger, die Aegypter, durch Gottes Hand plötzlich schwer getroffen und saßen gelähmt drei Tage und j drei Nächte in Finslerniß. Die Stunde war für die schmählich Geknechteten und schamlos Ausgebeuteten endlich gekommen, sich zu rächen an ihren Unterdrückern mib sich wenigstens eine kleine Dotation zuznbilligen als kleine Entschädigung für jahrhundertlange Ansbeutung. Ihre Augen deckte ja nicht die Finstcrniß,