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Jeschurun · 1887-11-17 · Heft 46 (17.11.1887) · p. 735

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 46 (17.11.1887)
Article
England : London [Nachricht]
Date
1887-11-17
Page
735 (sequence 3)
Language
German
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735 ist und nicht die christliche Kirche sich als Muster nimmt. Wenn die הברות einen Verband bilden, so sollten sie mit einen! Wort in dem Ostend das schaffen, was in London noch nicht eviftirt — eine achte jüdische Gemeinde, wo das alte unverfälschte, unverkürzte und einzig wahre Iudenthum treu und gewisstnhaft vcr- Kunden mit דרך ארץ und Bildung gepflegt und in die Herzen unserer Kinder cingcpflanzt wird. Wenn Herr Montagu M. P. und andere guten Freunde in Westend unsere Konföderation für diesen Zweck wünschen und unterstützen wollen, so sind wir von Herzcn dankbar und gern bereit, nach unfern Kräften mitzuhelfen. Man hat uns in der Versammlung des vergangenen Monats mit Unrecht den Vorwurf gemacht, dag wir Freunde von Zwiespalt und Gegner der Bereinigung ׳sind. Niemand wird sich mehr als wir freuen, wenn unsere Brüder im Ostend und im Westend in Frieden und Eintracht für das Iudenthum wirken. Was wir aber verlangen und was uns noch wichtiger als der Frieden-ist, ist die Wahrheit. Wir wollen kein falschls und unächtes Iudenthum. Wir haben immer für das Iudenthum unserer Väter gekämpft, selbst wenn Diejenigen, die uns nicht verstanden habe!!, weil sie andere Zwecke und Ziele verfolgen, uns dafür als streitsüchtig verleumdet haben. Wir werden uns darin nicht irre machen lassen und innncr sortfahren, unsere Brüder in! Ostend auf das Iudenthum hinznwcisen, wie wir cs von unseren הבמים ז "ל ererbt haben und wofür unsere Voreltern in den Tod gegangen sind, wie sie im Leben dasür gekämpft haben. Rußland. * Warschau, 10. November. Neuerdings ist eine Verfügung erlassen, wonach strengstens darauf zu achten ist, daß die Inden keine langen Röcke und sogenannte Peos fernerhin tragen. Tiflis, November. Dem. ״Knryer WarszawSki" zufolge, sind sämmtliche fremde Juden von hier ausgewicsen worden. Rumänien. מ״ש Bukarest^), 10. November. Es werden jetzt von gewisser Seite Anstrengungen gcutacht, um für die hiesige Geincindc eine Organisation zu schaffen,' durch welche eine Behörde als Vorstand gebildet werden soll, die in autvkratischer Weise die Gemeinde regiert. *) Wir sind mit den Icitcubcn Personen und den Verhältnissen in Bukarest zu wenig vertraut, um uns ein eigenes Urtheil über die Tragweite der in dieser Korrespondenz erwähnten Bestrebungen erlauben zu können. Anm. d. Red. Das freie Bestimmungsrecht der Gemeindeaugehörigeu würde alsdann völlig vernichtet sein. Der Vorstand würde sowohl in administrativen wie religiösen Angelegenheiten säst ausschließlich entscheiden, jedenfalls nach seinen Willen dieselben lenken können. Wenn eS sich lediglich um administrative Fragen handeln sollte, so wäre eine solche Machtstellung schon bedenklich, geschweige wo die wichtigsten und heiligsten Jntcresicn ans dem Spiele stehen. Ganz besonders aber droht hier Gefahr, weil Diejenigen, die nach der Herrschaft streben, keineswegs die Garantie bieten, daß sie dieselbe für die Erhaltung und Belebung des frommen jüdischen Geistes und Lebens ausübcn werden. Ja, cs muß leider konstatirt werden, daß früher oder später der Abfall I vom Indenthnme, die Reform,' zur offiziellen Gemeinde-׳ religion erhoben werden würde. Darum gilt eS aus der Hut zu sein und sich nicht blenden zu lassen von schönen Phrasen nnd Versprechungen. Die Juden hier-- znlande sind wahrlich schweren Prüfungen ansgesetzt. Ihr einziger Schutz und Schirm ist die Treue, welche sie dem heiligen Gesetze zollen. Verscherzen wir die Hoffnung ans den Bestand Gottes, der uns auf Adlersfittigcu getragen, was bleibt uns dann? Gerade wir sollten das Wort unseres großen Meisters Rabbi Akiba beherzigen, ivclches er dein abtrünnigen Zeitgenossen zugcrufen: ומה במקום חיותנו אנו מתיראין במקום מיתתנו על אחת כמה ובמה עכשיו שאנו עוסקין בתורה בך אם אנו הולבין ומבמלין ממנה על אחת כמה ובמה. Wenn Gott uns die schweren Prüfungen auferlcgt, da wir noch treu zu Ihm und Seinem Gesetze stehen, die wir darntn als יסודי[ של אחכה betrachten können, wie wird eS uns ergehen, wenn wir Ihm den Rücken kehren und uns gegen Ihn versündigen, wenn wir dem Abfall huldigen und den אליליס der Reform huldigen? Mögen das Alle bedenken, die zu den הרדים על.דברו zählen, mögen sie sich nicht beirren lassen in ihrem Widerstande gegen die Pläne derer, die in schlauem Sinne die Herrschaft an sich reißen wollen, um das jüdische Leben aus der Gemeinde nnd den Häusern zu vertreiben. ׳ : Truckfehlcr - Bcrichtigm 1 g. Seite 682 Spulte 1 Zeile 3 von unten statt der lies den. S. 682 Sp. 2 Z. 28 v. 0. st. nun l. wie. S. 682 Sp. 2 Z. 32 v. o. st. Anfänge l. Anhänge. S. 082 Sp. 2 Z. 31 v. u st. Behauptungen l. Behauptung. S. 683 Sp. 1 Z. 1V v. o. st. Am l.2m. S. 083 Sp. 1Z. 22 v. y. st.הרבח l. המרבה. S. 683. Sp. 1 Z. 20. v. o. ft. Matrito l. Matnito. S. 683 Sp. 1, Z. 31. v. 0. statt נסך.1 נכך. ,,

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