Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 46 (17.11.1887)
- Article
- Zum Wiederbeginn der Thora
- Date
- 1887-11-17
- Page
- 721 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2932754-2932755-2932800-2937342--26506-2937379- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
in Haus, Gemeinde mrd Schule. Hcfpndet W» Samson 9!a^f)ad Hirsch, Luis'Iniitt11 ׳. Isrnditislkieii JMgioiisKefcflTlnfl z» fninfifiid li. if Rene Folge. - Fünfter Jahrgang. Heraußgcgcbm unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von $f1UK Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonnementSpreis bei allen Postanstalten und Bnchh a n dlnn grn 2 oft. HO -J für das Bicrtekfahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition deö Jeschurnn zn Hannover. — Die Expedition versendet auch direkt und franko unter Streifband den Jahrgang für 12.fi. oder 7 Gulden österr- 'Währ, nach Deutschland und Oesterreich ׳, für!-1 J& oder 18 Fr. nach den Ländern deö Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 2"».*$ f. b. :!gespaltene Pelitzeilc oder deren Äaum berechnet. — Expedition: Hannover, Herschelftr. 5 Inhalts-Verzeichnis) von Nr. 4L^. Zum Wiederbeginn der Thora (IV, Schluß.) — Plaudereien auö der Schule (HI). — Die Inden in Bayern (Schluß.) — Bilder ans der Gegenwart (Fortse'^nng). — .קבלה אבות (Schluß). — Der Tribut der Aiartinsgause. — Korrespondenzen und Nachrichten: Hannover, Berlin, Hamburg, Wien t2), Preß« bürg, London, Warschau, Tiflis, Bukarest. — Inserate. Alis MkderbegiM der Njora. Die Spciscgc setze und die Wissenschaft. (Schluß.) Nehmen wir nun noch ein zweites Prinzip der Biologie hinzu, das Gesetz der Vererbung, daß nämlich! die von eitlem Individuum oder einer Gesammthcit von Individuen erworbene Eigenschaft, EigeuLhüinIichlcil, sich aus die folgende Generalivu vererbe und unter andauernd glcichbleibcudcn ^cbensbedingungcu und äußeren Eituvirkungen bcibehalten, weiter ausgcbildct und mit dieser Zunahme weiter vererbt werde und sofort. IM! also eine bestimmte konsequent durchgeführtc NahrungSwähl eine Wirkung auf die psychischen Verhältnisse der Ändividnerr aus, jo wird die dadurch bewirkte Modifikation sich vererben, und je konsequenter jene Auswahl bcibchattcn und je strenger und länger sie Generationen hindurch durchgeführt wird, um so tiefgreifender wird sie sich geltend machen. Würde sich nun gar bei einer Gattung von Lebewesen Nachweisen lassen, daß in ciuem Stamme derselben Jahrtausende hindurch eine solche Abweichung in der Ernährung von allen anderen Stämmen geherrscht habe, daß ferner Jahrtausende hindurch dieser Stamm streng für sich abgeschlossen gelebt und eine jede Vermischung mit andern, nicht nach dieser NahrnngSwahl lebenden Stämmen derselben Gattung streng gemieden habe und es träten gerade bei diesem Stamme gewisse psychische Eigenthümlichkeitcn hervor, die man, trotz der mit den anderen Stämmen sonst ganz gleichen Lebcusbedingungen als typische, charakteristische Eigenschaften gerade dieses Stammes anzusehcu berechtigt wäre: so würde man nach allen Regeln der Biologie diese Eigenschaften in erster Bnie mit jenen Besonderheiten in der NahrungSwähl in ursächlichen Zusammenhang zu bringen haben. Und nun! Ein welthistorisches Lebewesen, dessen Geschichte seit Jahrtausenden der ganzen Welt klar vor Augen liegt, ist das jüdische Volk. Unter allen Kultur- Völkern ist cs der einzige Stamm, der seinen Stammbäum als geschlossene geschichtliche Stauimcseinheit Jahrtausende hinaus verfolgen kann. Zwei, sagen wir ein-