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Jeschurun · 1887-10-13 · Heft 40-41 (13.10.1887) · p. 627

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 40-41 (13.10.1887)
Article
Wucherische Ausbeutung des Landmanns
Date
1887-10-13
Page
627 (sequence 3)
Language
German
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627 solche ״Behauptung", für welche er keinen Erweis zu erbringen vermag, eine Befriedigung seines Neides oder Hasses gewährt. Jeder Andere scheut vor einer solchen Behauptung zurück. Wer eine solche ״getrost" wagt, gicbt sich darin als Judenfeind. Warum sollte er denn sonst eine nicht zu erweisende, die Juden deschimpfende Behauptung ausstcllcn? פרקי אבות. llebcrfcyt und erläutert von Samson Nophael Hirsch. (Fortsetzung.) אהוב אוהב את המקום אוהב את הבריות Nichts ist so geeignet, den Menschen bei Gott und Menschen geliebt zu machen und ihn mit triebe zu Gott und Menschen zu erfüllen, als das Studiun! der jüdischen Wissenschaft. Ein achter Jünger der ^^-Wissenschaft wird die Aufgaben und Anforderungen, welche diese seine Wissenschaft behandelt und deren tiefere Auffassung er sein Inneres hingicbt, zu allererst in diesem seinen eigenen Innern zur Wahrheit machen, und da׳ durch wird seine Persönlichkeit eine so veredelte werden, dag ihm nngesncht die Viebe der Menschen sich zuwendet, und indem seine Wissenschaft ihm das ganze irdische Leben und alle sich auf Erden vollziehenden Menschcnvcrhältnisse unb Zustande auS dem einen Gesichtspnnkte der 1nit Allem und von Allen! zu gcwinncnden GottcSnähe und göttlichen Wohlgefallens begreifen läßt, wallt von selbst sein Herz seinem Gotte in Vicbe zu und läßt ihn in dieser Liebe alle Menschen mit nmsasscn als die ja Alle in dem göttlichen Wollen und Wohlgefallen für seine Geschöpfe Milbegriffenen. אוהב את הצדקות אוהב את המישדים, zwei Begriffe find cS vor Allen!, in welchen sich seine Wissenschaft bewegt: in dem, waö den Menschen und Verhältnissen nach den ihnen innewohnenden Ansprüchen gebührend ist, oder, was GotreS Wille für sie in Anspruch niinmt, Anforderungen, die der Begriff צדקה in weitem Sinne umfaßt, und in dcnl, was, abgesehen von den Menschen und Verhältnissen, die eS betrifft, uns, der Natur und der Bestimmung der Leistenden entspricht und gewiß ist. Gesinnungen und Leistungen, welche der Begriff מישרים umfaßt. Ein ächter Jünger der ,-»^-Wissenschast liebt das Recht, die Pflicht und die Billigkeit und tritt überall für sic ein. אוהב את התוכחות. Da sein höchstes Ziel die eigene sittliche Veredlung und Vollendung ist, daS ist ja nichts Anderes, als die Verwirklichung der von seiner Wissenschast gelehrten Ideale, so zürnt er nicht dein, der ihn auf einen Fehler und eine Verirrung aufmerksam niacht, sondern er dankt ihm von ganzen Herzen als seinem größten Wohlthäter. ומתרחק מן הבבוד, er fuhrt viel zu sehr ein inneres Leben, weiß viel zu sehr, wie weit ab vom wirklichen Höhepunkt er noch in Allem und mit Allem ist, weiß viel zu sehr, wie bestrickend und leicht mit gefährlichen!, Fortschritt hennuenden! Selbstgefühl äußere Anerkennung und Ehre sind, als daß er diese nicht möglichst von sich fern halten sollte. ולא נעים /בו בתלמודו ואנו יממה בהוראה, und diese seine bescheidene Meinung von seinem geistigen Werthe schützt ihn vor Dünkel in seinem Wissen, und läßt ihn, wo eS nicht sein muß und nicht .von seiner Pflicht gefordert wird, die Gelegenheit nicht suchen, seine Meinung und Ansicht als Entscheidung zur Geltung zu bringen. נושא בעול עם ה בדו ומכריעו'לכף זבות ומעמידו על האמת ומעמידו על השלום, wie im Leben so auch in der Gcmcinsantteil des wissenschaftlichen StrcbcnS nimmt er Theil an den Mühen eines jeden milstrcrtcndcn Genossen und sucht ihm daS Lernen und die Wege deS Studiums zu erleichtern, sucht seiner schwankenden Natur den Ausschlag für das Gute zn geben und ihn in dc:n Elustchcn für die Wahrheit und dein Einstehcn für den Frieden zu festigen. ומתיישב בתלמודו שואל ומשיב שומע ומוסיף* Und die Schülertngcndcn, die er sich beim Antritt seines wissenschaftlichen StrcbcnS zn eigen zu machen hatte, die bewahrt und bewährt er auch noch, wenn er auch schon Meister in der Wissenschaft gcworden, sein Lebelang. Er bleibt bedächtig und sucht fort und fort das Rechte und Wahre in fein cm Wissen, er hört nie ans durch Fragen und Antworten im Verkehr mit Genossen und Lehrern seine Erkenutuiß zu klären und zu festen, er sucht inunersort durch Hören der Meinung Anderer sein Wissen zn bereichern, הלומד על מנת ללמד והלומד על מנת לעשות המהביש ,את רבו הסבון את שמועתו ותאימר דבר בשש אוריו er lernt noch immer, um zn lehren und zu üben, er sucht Belehrung, und die ihn belehren, gewinnen von ihm Belehrung, er ist aus eine präzise Fassung deS von ihm Gehörten bedacht, und er schmückt sich nie mit den Federn Anderer. (Fortsetzung folgt.)!!dm' die Juden in Algerien enthält die Ncvuc ״Unsere Zen" von Mara Cop Marlct ״Skizzen ans Algerien" die folgende Schilderung: In den Straßen Algiers und Tunis' sicht man die Inden in ihrer alten malerischen Tracht, wie sie bei uns auf dem Schauplatz des Mittelalters erschienen, unverändert an! Sabbathabend auS dem dunkeln Nahmen der HauSthürcn treten. Die Frauen schleppen ihr glattes seidenes Goldbrokatklcid leicht und würdevoll

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