Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 40-41 (13.10.1887)
- Article
- Wucherische Ausbeutung des Landmanns
- Date
- 1887-10-13
- Page
- 625 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XX. Jahrgang. 25 Tischri 5848. I». Oktober 1887. M^orhktlSlhriü l Geistes miv ׳״^' in Haus, Gemeinde und Schule. :ßcgriindi’i m\ SmllM Nllphllti Hlllch, 11. ^srnePiiiiaicn «RcFigiousgefcirfcfiaft 511 Jtnnßfnrt a. R. Neue Folge. Fa!)״gang» Herausgegeben unter Mitwirkung de§ Begründers und bewährter Genossen von Ismlc LirsH. Diese Wochenschrift crfdjcuit jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnrinentspreis bei allen Postanstalteu und Buchhandlungen 2 Jfc 50 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der (Expedition des Jeschurun zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direkt und franko unter Streifband den Jahrgang für \2<M oder 7 Gulden öflcrr. Li)ähr. nach Deutschland und Oesterreich׳, für 14 JC oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25^z f. d. :!gespaltene Petitzeile oder bereit Raum berechnet. — Gxpcditi on: Hannover, Herfchrlstr. 5. Ziiese Ausgabe erscheint als 40 u. 41 in ׳׳; I.;ogen, die nächste tif*?Ir. 41 u. 42 cvensalrin .!?Logen. Inhalts-Vergnichttist von Nr. 40 u. 4L. Wucherische Ansbentnng des Landmanns f XXL). — פרקיי אכות• (Lortsetznng^. — lieber die Juden in Algcrien. — Der Deutsche Neformverein. — Bilder ans der Gegenwart (gortsctznngl. — Neichstogsprästdent Smolka über die Jridenfrage — Llorrcspondcn׳,en und Nachrichten ׳. Hannover (2'-, München, Breslau, Bamberg, Wien l:!-, Pest (2\ ^oloinca, 2lu8 Ungarn, Bordeaux, London, Petersburg, Warschau, Kiew, Kamcne; Podolks, Berditfchcw, Bukarest 2)׳), Lionstantinopel, Nctvyork. — Inserate. WlichmHe Atlsbclltlmg des fanknnnft. IX. AäS einem Berichte dcö landwirthschastlichen ZentralvcreinS für die Nheil,Provinz ist z,i entnehmen, daß von 3t berichtenden Lokalablheilnngen sich t t für daü Vorhandensein des Geld- und Krcditwuchers anssprachen, während den übrigen 21 mir einzelne Fälle bekannt sind, welche meistens nur solche Personen betreffen, denen wirthschastlich kaum uachzuhelfcn ist. Es ist aber sehr bezeichnend, wie das Vorhandensein der Kalamität, welche zum größten Theile ans das Schuldkonto der Juden gesetzt wird, konstatirt ist. Da heißt es') in dem Berichte der Abtheilnng Schleiden, welcher hier in den Vordergrund gestellt wird, daß das Geschäft zwischen dem ״Jlldcn" und dem Bauern irnmer ״unter vier Augen abgeschlossen wird und sich gegenseitig die größte Verschwiegenheit ansbcdllugen ist." Der Jude führt meistens ein Waarcngcschäft, und der Bauer kauft nach dem ersten Darlehen bei ihm Alles auf Kredit. ״Es wird gebucht, was der Bauer nimmt resp. erhält, aber was er abschlüglich zahlt, darüber wird selten Notiz genommen." Das Ende vom Liede ist natürlich, daß der Bauer ״um HauS und Hof gebracht ist." Und zu einem solchen vagen Berichte wird dann die Bemerkung gemacht: ״diese Darstellnrig paßt nicht bloS für den Kreis Schleiden, sondern mututis lnutandi.s für die ganze Eifel!" Was unter ״vier Augen" abgemacht wird, kann doch unmöglich ohne sorgfältige kontradiktorische Feststellung genau konstatirt werden. Und wie hat der Referent eö herausbekommen, daß in dem geschäftlichen Verkehr des ״Juden" mit dem Landmanne nur das Soll des letzteren, aber nicht dessen Haben gebucht wird? ES ist eine Leichtfertigkeit sonder Gleichen, wenn solche unkontrollirbare Behauptungen in die Oessentl) Seite 194.