Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 35 (1.9.1887)
- Article
- Ellul
- Date
- 1887-09-01
- Page
- 545 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2932754-2932755-2932790-2936449--25868-2936492- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
jptumuUtr, mx 1. September 1887. *VV M 35. w׳ M^ülhsttslhrN zur görknntg jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. ßegriimli'1 »on ©ftlllfou Nnphne! Hirsch, £ßBGi11ff 11.18raefilif!f1n1 fiffigionsgcfcffiaft 511 drrnuRfuri a. Hi Nene Folge. Fünfter Jahrgang. Herausgegebcn unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Hsruic MrslH. Diese Wochenschrift erschein! jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonnementSpreiS bei allen Postanstalten und B nchha ndlnngen *2Jt •50 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Ieschnrnn pi Hannover. — Die Expedition versendet auch direkt nnd franko unter Streifband den Jahrgang für 12 JG. ober 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, für 14 oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25 J, f. d. :!gespaltene Pctitzcile oder deren Nanu! berechnet. — Expe dition: Hannover, Herschelstr. 5. Jnhnrts-Verzejchrrih von Nr. 33. Ellnl (Schlug). — Der Verband der Thicrfchntzvereine des deutschen Nciches. — Bilder ans der Gegenwart (Fort״ fttzung''. — Wucherische Ausbeutung des Landmanns (Fort׳ setzung). — Äorrcspondcnzcn nnd Nachrichten: Hannover, Leipzig, München, Wien, Prcstburg, Lemberg, Linz, Grestwardein, London, Warschau, Charkow. Poliawa, Satanow, Numanicn, Nornan. — Aufruf. — Inserate. «11111. Zeitgemäße Betrachtungen von Nabbiner Dr. E. Pleßner. 1r. Und läßt cs sich denn leugnen, daß das jüdische Herz selbst deS gewöhnlichsten Mannes ans unscrm Volle es schon empfunden hat: Rausch haschono und Jaum Kippnrim, sie sind die schönsten und herrlichsten Tage des Jahres! Hierin liegt selbst für den einfachsten Israeliten, in welchem jener Funke glimmt, der zur Flamme der Begeisterung auslodern kann, der Wunsch: שבתי בבית ה' כל ימי היי. O! könnte ich doch ununterbrochen im Tempel Gottes weilen! Könnte ich doch bleibend mein Zelt in dem Gvtteshause ausschlagen! Nun, nicht Alle vermögen ein solch shnagogales Leben anhaltend zu führen; was sollte ans.dem Gewerbe werden׳, wie sollte man den Anforderungen gerecht werden können, die der Erwcrsbctrieb im Allgemeinen an uns stellt? לא ניתנה תורה למלאכי השרת und Menschen gehören nun einmal der Welt und ihrem!Getriebe au. Aber die Emsindnngcn, wenn sie auch leider weit hinter der That Zurückbleiben müssen, sie können bei uns Allen höherer Art sein, Alle, Alle sind wir befugt und befähigt, Davidische Regungen in uns zu verspüren. Ellnl und Tischri sind der Abglanz des gottgeweihten Lebens, wie cs von David als höchstes Ziel angestrebt wurde; und der Kanzelbcruf des jüdischen Neligionsdiencrs hat die Aufgabe, in so heiliger Periode durch seine Predigten der Thora und der Mizwa Eingang in die Gemüt her seiner andächtigen Zuhörer zu verschaffen. Aber wie soll er predigen? WaS soll er sprechen, um der heiligen Sache wesentliche Dienste zu leisten? Soll cö etwa wieder jenes beliebte Phrascnthum sein, das aus die Häupter der Versammlung in vcrschwenderischer Weise sonst ausgeschüttet wird? Soll eS eine sthlistische Meisterrcde sein, der man akademische und homiletische Fesseln anlegt?