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Jeschurun · 1887-08-18 · Heft 33 (18.8.1887) · p. 513

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 33 (18.8.1887)
Article
Wucherische Ausbeutung des Landmanns
Date
1887-08-18
Page
513 (sequence 1)
Language
German
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y vv |a1Ip11st!|1׳ifl in Haus, ©emciitbc uub Schule. ßfgrümlfl »011 Saill'M NilphiUlHilsch, ifiiißßim'r 11. 3srarfilif1!1fn HiligionüArll'Wlnst 3t! dPriiiiHfnri ir.ill?Jene Folge. Fünfter Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung deö Begründers und bewährter Genossen von HseUlc Kirslh. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abe-uuemeutspreis bei allen P 0stanstalten und Buchhandlungen 2,_to. '>0 ..5 für das Bierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Ieschnrnn Hannvver. — Tic Expedition versendet auch direkt und franko unter Streifband deir Jahrgang für I2«ftl oder 7 Gulden österr. Wahr, nach Deutschland und Oesterreich-, für l-l J6. oder 18 Fr. nach den?ändern des Weltpostvereins. — An;eigen lverdeu mit 2.7 .*5 f. d. :lgespallcue Petitzeile oder deren Nauru berechnet. — Gxpeditiou: Hannover, Herschelstr. 5. Jttchn!tö-Verzr׳!ch!u'si von Nr. 35$. Wucherische Ausbeutung des Landmanns! ForlsepnugX — Die Bersammluug;u Breslau am 7. und 0. Juli (Schlich). — Gr;her;og Karl von Oesterreich in der Lchivei; im Jahre 17N7 ׳ Schluss. — Bilder aus der Gegenwart -)Fortscyuug^. — Giuige Neruiuieceii^eu in Sachen des Wuchers. — Norrejpoudcu;en und Nachrichten: Hanuorer, Berlin, Breolau, Köln, Bcüuchen, Prag. London, Glasgow, Petersburg (2'-, Warschau 8 , Pari׳ smv, Aus Livlaitd, Bliusk, Schtobiu, Koustautinopel, Ncwyork. — Ausruf. — Inserate. MchtlMk Alisbtiltliilg ks lilndüillinls. n. Bevor wir aus die von dem Verein für Sozial« Politik cin^cljoltcn Berichte des 81111)0111־ cingchcn, möge hier eine Zeilnngsnoti;, lvclche uns von befre 1mbclcr Seite übersandt ward, mitgcthcilt werden. Dies'clbe lautet: ״Eine bcachtenswerthe Studie über den Wucher unter den Inden finden wir in der neuesten Nummer der ״Nation". Der Verfasser, Herr E. Fricdcmann, beantwortet die Frage: ob wirklich in der Gesetzgebung vergangener Zeiten die eigentlichen Ursachen des unter den Juden anslretendcn Wuchers zu finden sind oder in einer spezifischen EharaktcreigenthnlnUchkeit des Stammes vom historischen Standpunkt und gefangt 311 dem Resultat, daß die Inden einerseits durch die Gesetzgebnng des Mittelalters systematisch zum Wucher erzogen wurden, und daß andererscits vor dieser Gesetz׳ gebnng der Wucher keineswegs eine Eigenthümlichkcit der Juden war. Daß ein Volk, dessen geschichtliche Ausgabe die Herausbildung des reineren Gottesbegrifscs gewesen, welches der Welt die Bibel gegeben und auS dessen Reihen Männer, wie Moses, die Propheten, Jesus und die Apostel hcrvorgcgange!!, daß ein solches Volk von Natur eine lediglich von niederem Erwerbögeist beseelte Nasse sein sollte, wäre von vornherein schon ein höchst wunderbares historisches Näthscl, und die Erklärung, daß Gott sich absichtlich zu seiner Offenbarnng gerade ein schlechtes Gesäß gewählt, dürfte einem crnsthasten Historiker kaum genügen. Die Gesetzgebung aus der Zeit, in welchen das jüdische Volk noch seine Selbständigkeit bewahrt hatte — führt der Autor aus — gründete sich nicht auf den Kapitalismus und setzt sich nicht über die Interessen dcS armen Mannes hinweg. Eine cigenthümlichc geschichtliche Ironie liegt in dem Umstand, daß die ganze Theorie des kanonischen Rechts über das Verbot des Geldzinses gerade ans dem mosaischen Recht stammt. Die antisemitischen Schriften älterer Zeiten,

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