Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 29 (21.7.1887)
- Article
- Wahrheit und Frieden
- Date
- 1887-07-21
- Page
- 449 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Hannover, deu |?• fÄjjS47־ i mimt tu Haus, Gemeinde und Schule. ßegründe!011ס SamslM Raphael Hirsch, ^a^'lilkr (1. jsrßcfiiiftfini ßfPigionsgrfüll'ftfinfi 511 JVmififlirt' a. IS. Neue Folge. - Fünfter Jahrgang. Hercmögegebe'.r unter Mitwirkung des Begründers und bewahrter Genossen von AsüNc LirsH. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonnernentSpreiS bei allen Postanstalten und Buchhandlungen 2 «,/fc.nO ^5 für das Bierieijahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Jeschurnn zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direkt und franko unter Streifband den Jahrgang für V2J6. oder 7 Gnlden ostcrr. Währ, nach Deutschland und Oesterreichs für 14 oder 18 Fr. nach den Ländern deS Weltpostvereins« —?lnzeigen werden mit 2ö^Z f. d. Zgespaltcne Petitzeile oder deren Raum berechnet. — Expediti on: Hannover, Herschclstr. 5. Inhalts-VerzcrchttLß von Nr. L9. Wahrheit und Frieden. — Die Berstunmlnng;11 Breslau am 5. und ö. Juli. — Historische Notizen zur Geschichte der Juden in München (gelegentlich der Fertigstellung der ucnrn Synagoge) (Schlich?, — Ein Nrtheil über den AutiscmitiSmns. — Bilder an? der Gegenwart iForisehnng). — Ein semitischliberaler Ring. — Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin, München, Jnewrazlaw, Wien (3), Prag, Linz, Lruwcrg, Bern, London (2), Petersburg, Warschau (2), Lodz, Numänicn. Asten. — Inserate. Wahrheit iinb Frieden. Auf die Fragen, welche die Gegenwart bewegen, ist die Antwort längst in der Vergangenheit gegeben. Dem jüdischen Bo'.ke ward bereits an der Wiege das Endziel seiner eigcnthümllchen Geschichte gezeigt und schon damals wurden die Pfade crhellt, auf welchen eS dereinst diesem Ziele entgegen wandeln werde. Dem ersten Ahn wurde cs enthüllt noch bevor ihm der Sohn geboren worden. Das אחריה הימים, das auS den wcchselvollen Ereignissen der Geschichte sich ergebende bleibende Resultat, ״die Hinterlassenschaft der Tage", stand vor dem brechenden Auge des dritten Ahn. Durch den Mund des ״Dimer Gottes", des ersten Führers Israels, durch unseren großen Lehrer Mosetz, ward unsere Geschichte in allen ihren Phasen bis zu diesem Ziele uns erläutert, und durch seine Nachfolger, die Propheten, die Männer, denen Gott sein Wort in den Mund legte, wurden uns Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Lichte der göttlichen Wallung gezeigt. Es giebt darum leine Frage, auf welche uns die Antwort fehlte, so wir uns das Auge erhellen lassen wollen von dem Gottcslichte, so wir nur das Ohr öffnen wollen dem Worte Gottes, so wir die Erscheinungen des Tages nur begreifen wollen in dem Geiste der einzigen ewigen Wahrheit. . Die Lehre und das Gesetz Gottes, das Judenthum, sind für alle Zeiten gegeben, unsere Ausgabe erschöpft sich zu allen Zeiten in der gleichen ewigen Verpflichtung auf diese Lehre und dieses Gesetz, das Wort GotteS, das Er durch den Mund der Propheten verkünden ließ, ist an alle Geschlechter, an alle Familien des Hauses Israel gerichtet. Jede Zeit hat hier Aufschluß zu suchen über die ihr obliegende Pflicht und Klarheit über die scheinbar verworrenen TageSfragen. שמעו דבר ד׳ ביה יעקב וכל משפחות בית ישראל ״Höret das Wort Gottes, Haus Jakob und alle Familien deS Hauses Israel!" ist die Gottesmahnung, die wir nicht als eine historische Reminiszenz aus den letzten Zeiten deS jüdischen Staatslebens in dieser Woche uns' vorzulesen, sondern als an uns gerichtete eindringliche