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Jeschurun · 1887-05-26 · Heft 21 (26.5.1887) · p. 321

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Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 21 (26.5.1887)
Article
Zum Schabnothfeste
Date
1887-05-26
Page
321 (sequence 1)
Language
German
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in Haus, Gemeinde und Schule. ßcgriimlt1ו0י1 }׳ SlNUssN Hv'slh, J111f)f>i110r 11. IsrnrfiliMni ßrfipHKgcffflfilinft ja Jrmnlfinl!ז,, Nene Folge. Fünfter Jahrgang. HeranSgegeben unter Vkitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Isttüc LirsH. Diese Wochenschrift erscheint jeden DvnnerStng mindestens 2 Bogen stnrk. — AbonnemcntSpreiS bei allen Postanstalten und Buchhandlungen 50.^ für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition dcö Ieschnrnn zn Hannover. — Die Expedition versendet anch direkt und franko unter Streifband den Jahrgang fiir 12«iL oder 7 Gulden Lslcrr. Währ, nach Deutschland und Oesterreichfür l-I (/6. oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. —?hi]eigen werden mit 2'>..J f. d. :!gespaltene Peükzeilc oder deren Stemm berechnet. — (Lxpediti on: -Hannover. Hckschelstr. k». Inhalts-Verzoichttift kvu Nr. 21. Zum Schabnothseste. Die Schächtfrage im Deutschen Reichstage. — DaS schwarze Buch (Fortsetzung). — .עצרת — Cchabuoth. — Schristftellerijche Fälsäinngen (Fortsetznngl. — Zur Lage der Inden, in Rumänien ^Schluß. — Rechen-' jchaslS.Bericht des ständigen Hiilfskomitces für die Nolhstände rnsslschcr Israeliten zu Memel. — Äorrespondeiizeu und Nachrichten: Berlin, Frankfurt a. Bi., Wien, RnS Ungarn, London, Odessa, Chpern, Nervtzork (2). — Eingesandt. — Inserate. ZW Schab!lüiWk. Wenn sieben Mal sieben Wochen verflossen waren seit den! ersten Schnitte an der Fracht des Israel von Gott verliehenen Landes, and ein Jeglicher in Israel durch die neunnndvierzig Tage währende Zählung der Tage and Wochen sich zum lebendigen Bewußtsein gebracht hatte, daß nicht die nationale und individuelle Eclbstständiglcit, nicht der der Nation and jedem Glicde derselben zngethciltc eigene Boden, nicht der blühende Acker und der reiche Erntescgcu das hohe Ideal bilden, welchem der Mensch cntgegcuznstrcben habe, daß vielmehr mit der erlangten Freiheit und Selbstständigkeit, mit dem erreichten Wohlstand ans eigenem Boden er erst am Anfang der ihrer Lösung durch ihn harrenden Aufgabe stände, dann ward der erste Tag, der sünszigste der Zählung, der Darbringung einer מנחה חדשה, einer ״neuen HnldigungSgabe" geweiht. Dieser Tag, an welchem die jüdische Nation als שנעה כישים, als die von Gott allein sich leiten lassende und seinem Hirtcnruse willig folgende Heerde sich zu fühlen, als פר בן נהר ihre ganze Thatkraft ausschließlich in den Äcnst ihres einzigen Herrn und Meisters zn stellen und als איל sich als die in frischer Manncskrast allen andern gleich ihr der Gottesweide unterstellten Pölkcrhcerden der von dem einzigen, Allen gemeinsamen Hirten gewiesenen Spur voranznschreiten bernsene Mcnschcnkrcis zu bcgreisen hatte —dieser Tag war zugleich der großen Bcrknndigung jenes hehren Ereignisses geweiht, dessen Zeuge zn sein Israel gewürdigt worden war: der Ojsenbarung des Gesetzes am Sinai. Freiheit, Land und Wohlstand empfing Israel, empfängt der Mensch nur, um mit ihnen Gottes Willen zn vollsnhrcn und in dieser rückhaltlosen vollendeten Weihe seines ganzen Wesens für den ausschließlichen Dienst Gottes den wahren, durch nichts zu trübenden frohen und glücklichen Genuß des irdischen Daseins zu gewinnen. Während Israel am Peßach durch die Entfcrnnng alles חמץ, des Zeichens der Selbstständigkeit, sich zn vergegenwärtigen hat, daß eS in der Stunde seiner Erlösung arm und geknechtet gewesen und seine Freiheit

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