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Jeschurun · 1887-05-19 · Heft 20 (19.5.1887) · p. 305

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Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 20 (19.5.1887)
Article
Israels ewige Aufgabe und Bestimmung
Date
1887-05-19
Page
305 (sequence 1)
Language
German
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XX. Jahrgang. fiflintnüfr hcn??310 ׳t 5647« •yuiuiuuer, «tu 19 1887< M 20. ׳׳{V'fj fr y ■yy vv׳vv•׳ in. Haus, Gemeinde und Schule. . ciilillet van Sninssn Anphuel Hirsch, Mijinrr il.?srncfitiftfien ifcfigionsgefcffflnft äulrnntfiirl 6. Nene Folge. Fünfter Jahrgang. HcrauSgcgeben untcr Mitwirkung dcS Begründers und bewährter Genossen von Isaae IrrsH. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — NbonnementSp.reiS bei allen Posian stellt eu und Buchhandlungen 2 «45. 60^$ für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit bei* Expedition des Jeschurrm z^n Hannover. — Die Expedition versendet auch direkt und franka untcr Streifband den Jahrgang für 12 vk oder 7 Gulden osterr. Währ, nach Deutschland nnd Oesterreich; für 14 J5 oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins.׳ — N ״zeigen werden mit 25..$ f. d. :;gespaltene Petitzeile oder deren Nauru berechnet. — Expedition: Hannover, Herschelstr. 6.׳ Inhalts-VerznichuLtz von Nr. 20. Israels ewige Ausgabe und Bestinnnnng. -- .פלכ[י אבות (Fortsetzung). — Schriftstellerische Fälschungen (Fortsetzung). — ׳inr Abwehr. — Das schwarze Buch (Fortsetzung).. --7- Ltorresponden^ctt nnd Nachrichten: Hannover (2), Berlin, Hamburg, Kassel, Düsseldorf, Wnrzbnrg, Nogasen, Wien (2), Pest (:!), Kojctein, London, Warschau (2), Odessa, Kainniez.Podolek, New- York. — Zur Lage der Inden in Nnmänicn. — Inserate. ' Israels eisige Aufgabe «nb Kestiiutuiliig. Es gic.bt keine vollendetere Verkennung der Woris.chcn Thatsachcn, als die von reformistischer Seite gelehrte und von ciucm in Unkciiiitniß des JudenlhumS und der jüdischcil Geschichte ausgewachsenen Geschlecht gläubig angenommene Lüge, daß das Heil und die Aufgabe für unsere Gegenwart und Zukunft in der Umgestaltnng, Veredelung und Läuterung des alten JudenlhumS ~~ oder wie sich auch immer, das widersinnige, frivole und gedankenlose Beginnen der Reform ׳ zu nennen beliebt — zu finden sei. Diese, in jüdischen Zfreisen seit vielen Dezennien eifrig gepflegte und verbreitete Wahnidee trifft mit der nicht minder auf durchaus falschen Vorstellungen de- > j ruhenden Zumuthung zusammen, das jüdische Gesetz! überhaupt anfzngeben, weil solches längst seine verpflichtende Kraft für Israel verloren und durch eine spätere Offenbarung ersetzt worden sei. Beide irrige Anschauungen sprechen dem Jndenthum — die refortttistischen Faseleien sind dessen Negirung und usurpiren dessen Na!nen — die Berechtigung seiner ferneren Existenz ab. Beide muthen den Jsräclitcn einen Glaubeusbrnch nnd NcligionSwechscl zu. Beide berufen sich fälschlich auf die Geschichte, beide behaupten, der von ihnen geforderte Bruch des Gehorsams sei im Gegenthcil die eigentliche Vethätignng der vom Jndenthum gelehrten Wahrheit, und eS zeige sich gerade in dicsem.Trcnbrnchc das geläuterte, veredelte, voll« kommncre Jndenthum. Während die letztere behauptet, Israels tausendjähriges Unglück sei eine Folge feiner hartnäckigen Weigerung, das Jndenthum aufzugeben, behauptet die erstcre, die völlige Beseitigung deö alten Leids sei nur durch die Beseitigung׳ des Judenthnins zu erreichen. ־ ‘ Vor der einfachen Kenntnißnahme der historischen Thatsachen erweisen sich beide als eitel und nichtig. Man nehme doch dm Pentateuch zur Hand und versuche es, dort Len Ausspruch aufzusinden, daß' die darin uiedergelegte Gesetzgibung nur auf einen gewissen Zeitraum für die Israeliten von dem Gesetzgeber er-.

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