Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 19 (12.5.1887)
- Article
- Eine Sefira-Betrachtung [Nachricht]
- Date
- 1887-05-12
- Page
- 289 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 19 XX. Jahrgang. in Haus, Gemeinde und Schule. von Samson Wphael Hirsch, üiaßfuiirr 11. Israefiiififim Jlffiflionsgffel’fifiaj’i ju^cmißfutt (t. Hl. Nene Folge. - Fünfter Jahrgang. ־ HeranSgcgcben unter MitN'irkung des Begründers und bewährter Genosse» von Ssunc Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementspreis Bel allen Postanstalten und Buchhandlungen 2^6.50^ für das Lirrteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Ieschirrim zn Hannover. — Die Expedition versendet auch direkt nnd franko unter Streifband den Jahrgang für 12t./£ oder» 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland nnd Oesterrcichh für 14 J6. oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. —> Anzeigen werden mit 25^Z f. d. ZgespaUcne Petitzcile oder deren Namn berechnet. — Expedition: Hannover, Hcrschclftr. 5. Inhalts-BerzaLchnist von Nr. Eine Sefira׳Betrachtnng. — Schriftstellerische Fälschungen. — Was können wir für unsere unglnälichen Brüder thun?— Ein Newporkcr Strastenbild. — Daö schwarze Buch (Fortsetzung). — .לספירה ~ •B111' Scstra. — Die Theilnahme der .Inden an dem Handel der Vereinigten Staaten von Amerika. — Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin (2), Leipzig, Pest (2), Prestbnrg (2), Kojctein, Gwozdziee, London, Odessa, MinSl, Lodz, Bukarest, Botuschani, Spanien, Konsiantinopel, Newyork. — Inserate. Eine Zeßrn-MnPlitg. Die Wochen der ״Scsira", in welchen Israel die Tage zählt, die von dem Frcihcitsseste'znm Gesetzesfeste leiten, wollen stets aujö Neue den bcdentnngsvollen Gedanken zur Erkenntnis; und Anerkennung bringen, daß nicht Freiheit und Besitz das höchste von ' Menschen nnd Staarcn anznstrebcnde Ziel sei, daß vielmehr diesen Gätern nur-dann cm wirklicher Werth inncwohne, wenn sie zur Entfaltung eines ׳von dem Geiste der unbedingtesten Unterordnung unter Gottes Gesetz getragenen Einzelnnd'Staatslebens angcivcndct werden. Die Freiheit artet in Zügellosigkeit ans, wenn sie nicht in dem Gesetze Gottes die Schranke findet; der Besitz wird zum Fluche für deu Besitzer, wenn dieser in ihm nicht ein Geschenk der gnadenvollen Wallung Gottes erblickt und ihn nach Gottes Willen zu seinem und seiner Mitmenschen Heit verwendet. Der an Wundern und Prüfungen reiche Weg, den dciS von den Stlavenketten frei gewordene Volk -während der Zeit von! fünszehuleii Nissan bis zum sechsten Siwan von Aegypten bis zum Sinai zurückzulcgen hatte, war die Schule, in welcher diese Wahrheit .sich der Seele des jüdischen Volks cinprägen sollte, und alljährlich, sobald der erste Achrenschnitt ans dem eigenen, ihn! von Gott verliehenen Boden gcthan war, hatte cs sich dieses Pensum während sieben Mat sieben Tage zu wiederholen. Ach, Israel erwies sich als ein vergeßlicher, fluchtigcr Schüler/ Es vergaß dieses Alphabet der Lebensknnst, und , um cs- -besser zu lerncu und sich zum bleibenden, nimmer wieder zn vergessenden Eigcnthnm cinznprägcn, ward cs von seinen! großen Lehrer und Meister wiederum in die Wüste entsendet, in die מדבר היחסים, um dort mit ihm den ersten Unterricht in derselben Weise wieder anfzunchmen, wie in jener Zeit, da Er cS ans Aegypten gcsührt.*) ^Die Wochen der Sesira gestatteten sich ans Europas und"ganz besonders Deutschlands Boden zu der Prü» fungszcit, in welchen Israel die Probe ablegen sollte. *) JkcheLlel 20, 35 u. w. ־ .