Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 14-15 (7.4.1887)
- Article
- Pirqe avot
- Date
- 1887-04-07
- Page
- 217 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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ZsschANM. Jß H4 tt. 15. 217. .nm פרקי Nebrrsetzt und erläutert von Samson Naphacl Hirsch. (Fortsetzung.) *)26. N. Joßi, Sohn Iehnda's, aus Kefar Vabli, faßt: Wer von jungen Männern lernt, gleicht dem, der. unreife Beeren ißt und Wein aus der Kelter trinkt, wer von Alten lernt, gleicht dem, der reife Beeren ißt und alten Wein trinkt. Wenn zu Schülern jugendliche Männer die wüuschenSwcrthesten sind, so hat man zu Lehrern sich Männer gereiften Alters zu wünschen- Dem Wissen, das junge Männer in sich ausgenonunen haben und n'.itzuthcilcn im Stande sind, fehlt, wie unreifen Beeren, die Sonnenreife der Erfahrung und des wiederholten Durchdcnkens. Und was sie aus dem in sich aufgenommenen Wissen schöpferisch folgern und als auf wissenschaftlichem Grunde beruhende Wahrheiten hinausgeben, entbehrt, wie junger Wein ans der Kelter, -die Wahres vom Falschen absondernde klärende Besonnen« heit und Nutze. **)27. N. Mclr sagt : Siehe, nicht auf daö Gefäß, sondern auf das, was darin ist. Manches junge Gefäß enthält alten Wein, und in manchem alten Gefäß besindet sich nicht einmal junger. ר, מאיד beschränkt die Allgcmciugültigkeit des Vorhergehcndcn. Man habe nicht auf das Alter dcS Lehrenden, sondern auf den Lehrinhatt zu sehen, den er zu bieten hat. Es giebt junge Männer mit gereiftem Wissen, sowie Alte, ״btc nicht einmal junge Wissenschaft haben. ***)29. 9k. Elasar Hakapar sagt: Der Neid, die Begierde und die Ehrsucht bringen den Menschen aus der Welt. Gott hat den Menschen in der Welt und für die Welt geschaffen, und im Zusammenhang mit ihr und mit dem Streben, seine Kraft im Dienste der Welt und ihres Heiles zu vcrwcrthcn, erreicht der׳ Mensch seine Bestimmung. Die drei hier genannten Leidenschäften machen aber den, den sie beherrschen, und sein Interesse als alleiniges Ziel seines StrcbcnS, bringen ihn in feindlichen Gegensatz zur. Wett, die ihm nur so -viel gilt, als sie seinen Leidenschaften sröhnt, und so geht er seiner Bestimmung verlustig. הקטנים למה היא p 0 רבי ייב־י בד יהודה איש כפר הבנלי אומר• הלוכד דומה• לאוכל ענבים קהות ושותה יין כנהו• והלוכד מן הזקנים לכה הוא דומה• לאוכל ענבים בשולות ושותה יין ישן¬ **) רבי מאיר אומר• אל הסתכל בקנקן• אלא כמה שיש כו•..יש קנקן חרש מלא ישן• וישן שאפילו הדש אין בו• . ־**) דכי אלעזר הקפד אומר• הקנאה• והתאוה•;הכבדדי בעציאין את" האדם מן העולם• *)29. Cr pflegte zu sagen: Die Geborenen , sind bestimmt zu sterben, die Gestorbenen für die Wiederbelebung, die Lebenden gerichtet zu werden, zu wissen, zu lehren und daß eS erkannt. werde, daß Er der Bildner, Er der Schöpfer ist, Er der Aufmcrker, Er der Richter, Er der Zeuge, Er der Kläger, Er einst richten wird, gesegnet ist Er, vor Ihm ist kein Unrecht, kein Vergessen, keine Parteilichkeit, keine Bestechung, und wisse, daß Alles nach Rechnung geschieht. Und möge die Leidenschaft dich nicht vertrösten, das Grab werde dir eine ZustuchtSstätte sein: denn ungefragt wurdest du gebildet, ungefragt geboren, ungefragt lebst du,!!!:gefragt stirbst du, und uugcsragt mußt du einst Rechenschaft und Rechnung geben vor den! König aller Könige, den! Heiligen, gesegnet sei Er... Geburt, Tod, Anserstehnng, Rechenschaft, das sind die in vorhinein bestimmten Abschnitte, in welche unser Dasein aufgcht, und wovon das Bewußtsein uns erfüllen soll. Wir sollen es wissen, daß unser Hiersein seine Grenze mit dem Tode findet, und wenn wir sterben, wissen, daß auch dieses Sterben nur ein Uebergang zu neuem andern Sein bildet, nicht nur die Seele vom Tode unberührt bleibt, sondern auch der Leib einem Wiederleben entgegengeht, daß mit diesem Allen aber wir vor das Angesicht Gottes geführt werden, um Rechenschaft abzulegcn, wie und wozu wir das uns gewährte Dasein und Leben vcrwcrthet. לידע ולהודיע ולהודח, wir sollen cs wissen, und dieses Wissen Andern durch Belehrung zum Bewußtsein bringen, und auch ohne direkte Kundgebung sott daö Vekenntniß dieser Wahrheit durch unser ganzes Thatcnlebcn an׳ den Tag treten, daß Gott nicht nur der Urheber unseres 'Daseins ist, sondern nur für unsere besondere Bestinunung gestaltet und gebildet hat, und auf jeden unserer Schritte aufmerkt, wie wir dieser Bestimmung getreu werden, und so, wenn wir dieser von Ihm uns crthcilten Bestiminung znwiderhandcln, er zugscich als : Richter, Zeuge und Ankläger pnS zur Nechenschast :ziehen wird, ohne daß irgend eine richterliche Schwach- - heit uns zu Gute kommen werde, die uns vor einem menschlichen Tribunal zu schützen vermöchte. הבל ל2י החשבון.. Nicht etwa nach einem allgemeinen Gesammt- ■ ciudruck, noch der Sunuue aller einzelnen guten und ־ schlechten Handlungen gestaltet sich das Urthcil. Darum : sei dir nicht daö kleinste Gute oder Schlechte, das du. ׳ vollbringst oder uuterlüssest, gleichgültig. Mit jedem . Guten.mehrt sich dein Verdienst, mit jeden! Schlechten •1 הוא היה איכר• הילודים לכות• והמתים להיות• והחיים לרון• לידע ולהודיע ולהורע• שהוא אל• הוא היוצר• הוא הבורא• הוא המבין• הוא הרין• ,■ הוא הער הוא כעל דין ובו j