Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 14-15 (7.4.1887)
- Article
- Drei Peßach
- Date
- 1887-04-07
- Page
- 209 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 1411.15, XX. Jahrgang. Hannover, den ApUltztzE' in HauZ, Gemeinde und Schule. \ :midrf oön SkmslM Navhael Hiksch, Acit״!(!׳^ lt. Isrciekiti^en Hefiq;!0!tsgefeff5« franifurfa Rene Folge. ——^ WafLer Mh^gtmg. HerauSgegeben unter Mttnirkrmg des Begründers und bewährter Genossen von Asaac AirsH. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Vogen starke — Abonnementspreis Sei allen Postanstalte'n und Buchhandlungen 2^L50^Z für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Jeschurun . zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direkt und franko unter Streifband den Jahrgang für 12 ober 7 Gulden österr. Wahr, nach Deutschland und Oesterreichfür 14 J6 oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25^Z f. d. Zgespaltene Petitzeile oder deren Staunt berechnet. — Expedition: Hannover, Herschelstr. 5.' Wegen, des Pest ach festes erscheint die nächste Nummer als: 45 und 16 am 21. d. M. Inhalts-VeeZeichniß vsrr Nr. 14 iu 15. Drei Peßach. — Der internationale DntiscinitiSnius. — : Bilder aus Australien. — Ans jüngst vergangener Zeit (Fortfetznng). — ^3 (Fortsetzung). — Unsere Scm'marien. --- Ein Besuch in der Jodtn-Savanna. — Die Frankfurter Buchhändler und ihre jüdischen Kollegen im 17. Jahrhundert. — A!te Stadt-Augsburger, Nürnberger und Münchener Inden- Ordnungen (Fortsetzung). — Äorrespondenzcn und Nachrichtens <mmburg. München, Worms, Wien (2),. Amsterdam, Haag,; London, Warschau, Kiew (2), Odessa, Balta, Bukarest, Smyrna.' — Inserate. ■ ברוך .המקום ברוך הוא גחך ׳8נתן תורה לעמו ישראל ברוך הוא בנגר ארבעת מים דברה תורה. Stil diesem Gott Preisinden Ausruf unterbricht sich unsere Peßach-Hagada." Sie hatte auf die Thatsuche hingewiesen, daß unsere Väter Sklaven geworben ׳ und damit zur tiefsten Ernndrigung herabgesunken; waren,, in welcher ihre Wurde als Mensch auf Erden. nicht Mehr anerkannt wurde. Sie -waren zu einer . Sklavenkaste in Aegypten geworden, und standen in der: Schatzung ihrer Nebmmmjchen weit unter dein Thiere. - Dem Thiere erwies der Aegypter göttliche Ehren,׳ der hebräische Mensch ward ihm ein Thei! seines Besitzstandes, dessen Arbeitskraft, er in barbarischer Willkür cmSbeutete. So weit wür eS mit unseren Eltern gekommen, daß sie sich ihre Kinder entreißen ließen, die bei ihrer Geburt zum Wassertode verurtheilt waren, ohne daß sie den Math und die Kraft, in sich fühlten, Widerstand zu leisten, trotzdem, sie scchSmalhundcrt- Lausend rüstige Männer unter sich zählten.:. An. dieses geschichtliche Faktum anknüpfend, hatte die Hagada die große nimmer zu vergessende Thatfache uns vor die Seele geführt, daß die Erlösung in der Nacht des vierzehnten Nissan ein unmittelbar göttliches Werk sei, daß Gott eö sei, der uns mit starker Hand aus Aegypten geführt, und wenn Er sich nicht unserer Väter und׳ Mütter erbarmt und .sie ans dem Sklavenjoche befreit hätte, auch wir heute noch und in aller Folgezeit an die Sktavenkette geschmiedet wären. Was wir sind, sind wir durch Ihn, der. unser Elend und unsere Ohnmacht geschaut, der unsere Seufzer gehört und uns, der ägyptischen Sklavenkaste, die Würde des Menschen wiedergab, Uns zu Freiheit führte, uns wiederum Farnilie .und Besitz verlieh und uns zu Seinem. Herold an die Menschheit bestellte. Darum hätten wir uns stets aufs Nene in der Stunde, in welcher -Gstt.ünstre Tyrannen zwang, uns frei zu