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Jeschurun · 1887-03-24 · Heft 12 (24.3.1887) · p. 187

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Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 12 (24.3.1887)
Article
Kollektiv-Berichte aus Ungarn
Date
1887-03-24
Page
187 (sequence 3)
Language
German
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187 zuwart ende Haltung beobachten sollen! — Man that dort aber nicht also, man zog cS vor, dem wie ein Deus cx macliina plötzlich aufgctauchlcn ״KonstitnirnngSgclüste" unlautere Motive zu unterschieben, die Gemüther zu erbittern, der Eris die kräftigste Nahrung zuzuführcn und flngS einen RabbinatS- Verweser zu requiriren. — DaS war mehr als ein bebäuerlicher Fchl.cr, — wir halten uns überzeugt, daß bei nüchternen׳., ruhigem Verhalten noch vor Jahresfrist die Stürme anSgctobt, die Wahrheit erkannt und die heute feindlich sich gcgcnübcrstchenden Gemeinden wieder harmonisch vereint gewesen waren. (Schluß folgt.) Korrcspo!ldc!rze!l mib Nachrrchtew Deutschland. # Harmoocr, 22. März. Heute Vormittag 10 Uhr fand in der festlich crlcuchictcn Synagoge ein Gottesdienst zur Feier dcö GcburlSfesteS dcö Kaisers statt. Die von warmem Patriotismus zeugende gehaltvolle Rede dcö Herrn Landrabbincr I)r. Gronemaun machte auf die zahlreich versammelte Gemeinde einen erhebenden Eindruck. £ Hannover. 22. März. Soeben ist .der Rechenschaftsbericht des Vereins zur Errichtung eines Krankenhauses und einer AttervcrsorgungSanstalt in der hiesigen Synagogengemcinde erschienen, welchem wir . das Folgende über die Geschichte desselben entnehmen. Am 4. Mai 3 874 hatten sich aus Anregung und Einladnng des seligen Herrn Hirsch Oppenheimer in dessen Hause einige Männer znsammcngcfnndcn, welche beschlossen, einen Verein zur Erbauung und Erhaltung eines Kranken- und SicchcnhanseS zu gründen und dazu, die ersten Vorarbeiten zu treffen. Ein von! Herrn Landrabbincr l)r. Meyer s. A. entworfener und am 4. Juni d. I. dem'Komitee vorgclcgtcr Ausruf an die Gemeinde war von einem solchen Erfolge begleitet, daß schon in der Sitzung vorn 5. Januar 1675 daö Vorhandensein eines VcrmögcnSbestandcS von 16 000-/7. konstatirt werden konnte. Von diesen waren 6000 Ji durch Herrn Albert S. Cohen als erste Rate ans -eine von der Familie Cohen zugcsagtc Summe gezahlt worden, die seitdem durch das weiter genannte Vermächtniß -der Frau Amalie Cohen säst vollständig geleistet ist. Am 28. Februar d. I. wurde in einer Gencralversauuulung ein kurzes ״Statut für den Verein zur Errichtung eines Krankenhauses und einer AllerversorguttgSanstalt in der Synagogengemcinde Hannover" angenommen und auf Grund desselben zur Wahl eines Vorstandes geschritten, H. Oppenheimer zu dessen Vorsitzenden, Landrabbiner Dr. Meyer zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Vermögensbestand stieg seitdem am Schluß dcö Jahres 1875 ans 21 150 J&, 1876 auf 26 959 Jd, 1877 auf 31973 JL, 1878 auf 36 751 1860 auf 45 444 JL, 1881 auf 49 814*Jfi, 1882 auf 54 571. J£, 1883 auf 59 045 JL Mit der allmählichen Vergrößerung des Vermögens ist auch das Projekt der Verwirklichung immer näher gerückt worden. Dazu kam, daß in den lctztcn Jahren unser Verein sich ganz besonders reicher Zuwendungen zu erfreuen hatte. Durch Vermittelung bc3. Herrn Geh. NegiernngSrath Oldekop ist uns von Herrn F. Detmold in Tumbridge-WellS (England), einem geborenen Hannoveraner, im Jahre 1884 eine Schenkung von 6000 JL und nach dessen Ableben aus dessen Vermächtniß im Jahre' 1885 wiederum ein Legat von 10000 JL überwiesen worden. Fast gleichzeitig sind wir von der in demselben Jahre verstorbenen hochherzigen Frau Amalie Cohen mit einem Legate von 18000 di testamentarisch bedacht worden. Dadurch war gegen Ende des JahrcS 1865 unser Kapitalvermögen auf ca. 93 0001/5, angewachsen, und war auch diese Summe höchstens für die ersten bescheidenen Anfänge ausreichend, so glaubten wir doch, mit der Erwerbung eines eigenen Grundstückes nicht mehr zögern zu dürfen, und haben wir ein solches, nachdem dazu die Generalversammlung vorn 4. November 1885 die Zustimmung ertheilt, in sehr gesunder Lage und unter sehr günstigen Verhältnissen in dein cheinals Vogelfangschcn Grundstücke, Maschstrnße 7 und 6 erworben. Bald daraus hat ein hiesiger nicht genannt sein wollender Wohlthäter 6000 J5 und ein im. Anslande lebender Hannoveraner, Herr Baron George v. Rosenthül'Ln Amsterdam, 1000^5 als Geschenk überwiesen. Diesen Gaben sind noch verschiedene andere mehr oder minder beträchtliche Zuwendungen gefolgt. Mancheunserer Gcmeindemitgliedcr haben uns Geschenke an ElnrichtungSgegenstättden und Wäsche, unter denen eine ansehnliche Gabe des Herrn I. Golds ch m ib t hervorznheben ist, zngcwcndct. DaS haare Vcrnrögcn des Vereins beläuft sich gegenwärtig auf nahezu 126000 Ji 50 konnten wir eS denn unternehmen, zunächst das kleine der beiden Hänser unseres neu erworbenen GrundstückcS mit Genehmigung der zuständigen RegicrungSbchörde zu einer Station mit 6 Betten cmznrichten, und zwar zwei gcmcinschastliche Säle zu je drei Betten und zwei einzelne mit je einem Belt. Am 28. Dczbr. v. I, dem vorletzten Tage des ChannckafesicS, יום ב׳ דר״ח טבת, hatten sich die Mitglieder des Vorstandes der Synagogengemcinde, der Direktion des WohlthätkglcitsvereittS, des Vorstandes des Krankenpflege- Vereins, des Vorstanöeä des FraucnvercinS, das für

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