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Jeschurun · 1887-03-17 · Heft 11 (17.3.1887) · p. 167

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 11 (17.3.1887)
Article
Kollektiv-Berichte aus Ungarn
Date
1887-03-17
Page
167 (sequence 3)
Language
German
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167 על שוחטים בעירו לא הבנתי חלילה לנו לפסול שחיטת שוחטים טובים יראי ה, ובל קהל וקהל בעירם יבולים לאסור על כל הגלויים עמהם שחיטת שוחטים אחרים שמחוץ לקהלם יהיה כנבילות ואיסורם איסור במבואר בהלכי נדרים ר״ה ובכמה מבתי ולזה הפנמנו ומבייש היבא דיש מקום השש על השוחטים שעושים מה שאינו ראוי לעשות ואיכא השש קלות בוודאי ראוי לראשי הקהל או לרב העומד בראשם לעשות סייג וגדר ואיסורם איסור ותקנותיהם צריכין כל הקהל לשמוע כדאיתא בסי׳ רב״ה שם וזה חיוב כל קהל וקהל, אבל לולי זאת ובי הרבנים שופטי כל הארי[ הם, וע״כ לא הבנתי שאלתו דממנ״פ. -ואפייה השבתי לו למק הכבוד, ולאלתר יבתב די־חתם לחיים טובים ברכה ושלום ברייה הבע׳יל עם כל ביתו דברי ידידו הד״ש הק׳ משה שיק מנד עזאווא Diese Zeilen entsprechen vollkommen der edlen, frommer Denkungsart des Rabbi Moses Schick זצ״ל und sind ein sicherer 'Beweis dafür, daß die auch von uns schon mehrcrwähnte Non possimms תשובת נזהר״ם nicht seiner innersten Ueberzeugnng, sondern äußeren Zuftnsternngen und Beeinflussungen entsprungen. (Fortsetzung folgt.) Ans jüngst wrgaupcr Zeit. Novelle von Friedrich Nott. (Nachdruck verboten.) - (Fortsetzung.) ״Darüber lasse Dir keine grauen Haare wachsen, Mama," lachte Flora, indem sie ihren schönen vollen Arm um seinen Hals legte und sich an ihn lehnte, ״wir werden schon gut mit einander fertig werden. Nicht wahr. Ist?" ״Mit Gottes Hülfe," erwiderte er lächelnd. ״Wirst auch schön den Pantoffel anderen, nicht wahr?" Sie blickte schelmisch lachend zu ihm ans und war in ihrem Mnthwillcn in Wirklichkeit reizend. Trotzdem war er nicht im Stande, ans ihren Scherz einzugehcn; tief anfathmend, fast seufzend fuhr er sich mit der Hand über die Stirn. ״Fi donc, Isidor! was ist das für ein Gesicht! Nein, wenn Du die Stirn in solche Falten ziehst, dann muß ich doch gleich das Bügeleisen nehmen und die Stirn ansbügeln. Nicht wahr, Mama?" ״Was fragst Du mich? — was ich thun würde, das weißt Du." ״Du würdest ihn verabschieden," rief das junge Mädchen, indem sie von Neuem in übermäßiges Lachen auSbrach, ״nicht wahr, Mama? — Aber ich thue das nicht/denn dann könnte ich ihn nicht quälen, und ich beabsichtige, ihn zu quälen, zur Strafe, weil er mich so oft vernachlässigt. Fürchtest Du Dich gar nicht, Isidor, daß ich mich rächen werde?" ״Nein," versetzte er lächelnd, ״das fürchte ich nicht, dazu bist Du viel zu gut. Der Ansspruch, Du sollst Dich nicht rächen, ist doch ein Gebot!" ״Was kümmern mich die Gebote!" rief sic abermals lachend, ״Du sollst nicht stehlen, ist doch auch ein Gebot, und ich ׳ habe doch Dein Herz gcstoblen. Nicht?" Er zog sic au sich, und drückte einen Kuß aus ihre Stirn. ״O, ich habe das Alles gelernt, als ich konfirmirt worden bin, auch etwas vom Sabbathhalten habe ich gelernt. Aber was künunert wich der Sabbath!" ״Den Sabbaih wollte ich Dir gern schenken," sagte Frau Lewison halb im Ernst, halb im Scherz, ״wenn Du nur das Gebot, daö die Eltern zu ehren gebietet, ein wenig berücksichtigen wolltest." Flora kan! heute aus dem Lachen nicht heraus. ״Mamachen, Mamachen, wie bist Du so naiv! Aber cS steht doch gar nichts von den Ellern im Dekolog, eS heißt nur: ehre Vater und Mutter? aber von Papa und Mama kommt gar nichts darin vor. Habe ich׳, nicht Recht, Isidor?" ״Verzeih' Geliebte, aber e§ widerstrebt mir, über dergleichen zu scherzen. ־ ״So ist's recht, lieber Doktor," lobte Frau Lewison, ich hoffe doch, daß eS ihnen gelingen wird, die kleine Unbändige zur Raison zu bringen. — Doch ich sehe so eben, daß drinnen schon anfgedsckt ist, Papa hat bereits seinen Platz eingenommen, kommt Kinder, zu Tische." Sie ging voraus in das anstoßende Speisezinnner, das Brautpaar folgte. Lachend und schäkernd schritt Flora an der Seite ihres Verlobten, der sich vor seinem präsumptiven Schwiegervater grüßend verneigte. ״Ah, willkommen, mein lieber Doktor," rief Herr Lewison, indem cr ihm über den Tisch hinüber die Hand entgcgenstreckte. ״DaS ist schön, daß man Sie auch wieder einmal sicht. Wo haben Sie denn ge-- steckt, diese ganze Zeit hindurch?" ״Er ist ans dm Feldern hcrnmgelaufcn, GMcn fangen," scherzte Flora. Der Doktor erröthete, unwillkürlich -gedachte er des gestrigen Abends. ׳ ״Ich hin augenblicklich mehr als aewöhnLich m Anspruch genommen, gestern war ich bis nach Mitternacht bei einem Patienten." ״Für jetzt mag das noch,so hingehen," plaud.erie Flora, ״aber wenn wir erst verheirathet sind, dann müssen alle deine Kranken gegen Abend Mohnsast nehmen, damit Du mehr Ruhe hast und mich inS

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