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Jeschurun · 1887-03-17 · Heft 11 (17.3.1887) · p. 166

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 11 (17.3.1887)
Article
Kollektiv-Berichte aus Ungarn
Date
1887-03-17
Page
166 (sequence 2)
Language
German
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1G6 2) ein Schreiben von dem ncugewählten NabbinatS- Verweser der Llatus-mio-Gemeinde Herrn Leopold Bermann; 3) ein קול בת עמי betiteltes Zirkular der Statussjuo-Gemeinde. Der Genauigkeit halber theilen wir mit, daß diese Schriftstücke sämintlich in hebräischer Sprache abgesaßt sind, ein Borzug, der die lobendste Anerkennung verdient, indeni hierdurch der Verbreitung des הלול השב ziemende Schranken gesetzt wurden. — Wir wollen mm den Inhalt der drei ״guten Dinge" (so weit derselbe für die Ocffcntlichkeit sich eignet) Revue paffircn lassen und siuc ira 6t studio einige Bemerkungen beifügen. Dem Aktenstücke Nr. 1 müssen wir vor Allen! die Berechtigung zu. dem Ehrentitel ׳דברי אמת entschieden absprcchcn. In demselben sind איסורים von sieben Rabbinern niedergelcgt. Sieben Rabbiner sprechen über die im Ltatus-guo verbliebene Gemeinde, ihren "מו״צ, ihre שוחטים und sonstigen religiösen Institutionen das Interdikt aus. — Was wir von solchen ungarischen ו^ן^ס^^^אדפורים!!^!! halten, haben wir schon des Ocstercn gesagt, — und wer die je nach Vcdürfuiß pointirten Deduktionen liest, der findet eS sofort heraus, daß gar viel Schlauheit hinter den Worten steckt, die uns da als דברי אמת geboten werden. — Die erste Eunuziation, des Rabbiners Sch. ans T., ist besonders ein Meisterstück dieses Genres. Derselbe schreibt in einer rührenden Naivität: אי[ שום חילוק פין מעאלאמע לשסאסופקווא או זעלבסטשטענדיגע ספרדיט. W«׳!nrtit da nicht! Daß der biedere Herr mit etymologischen Forschungen seine kostbare Zeit nicht vertändelt, können wir ihm nicht für ungut nehmen, cc will ja zu jenen ״Gelehrten" zählen, die ,,weder schreiben noch lesen" können; daß er die ״Neologen"- zu dem ׳Niveau seiner frommen Ahnen erhebt und mit diesen identifizirt (denn waS waren seine Väter und Großväter anders als LLatus-guo-Inden'), das mögen die verklärten Geister ihm vergeben, denn er hatte gewiß nicht' die Absicht, diese zu lästern; aber für die herrliche Erfindung der neuesten technischen Bezeichnung ״selb st ständig,." פפרדיס, für diese kostbare Bereicherung der durchführnngskommijsionettcn Terminologie, sollte Herr Sch. denn doch Patentirt werden. Böse Zungen behaupten, Herr Sch. wollte mit dieser ״selbständigen" Beifügung die Haut einer in naher vcrwandschastlichen Beziehung zu ihm stehenden Person schützen. — Was aber dazu gehört, über Männer, zu deren Füßen man sitzen dürfte, den Stab zu brechen, das unterlassen wir, näher zu bezeichnen. ׳ Der umfangreichste und kasuistischste unter den sieben איסורים floß aus der spendiden Feder des Herrn Rabbiner Fr. ans B. Dieser sucht den gordischen Knoten durch verblüffende Eröffnungen zu lösen. Er weiß von einer Rabbiner-Versammlung zu erzählen, an welcher am Anfänge dieses Dezenniums 200 (sie!!!) Rabbiner thcilgenommcn und in welcher man nur aus Rücksicht gegen die 8tatn5-<1u0-Gcmeinden zu Sziget und Ujhely die 8tatu8-gno-Partci in eorpora nicht in Bann gethan. — Heute aber, wo cs schon in Sziget und Ujhely, sowie auch in Gr. Käroly und Dcbrcczin orthodox konstituirtc Fraktionen gicbt, fällt jede Rücksicht fort, von den! heutigen Tage an, sagt dieser ״fricdfertige" Ahron, tritt das Interdikt in vollste Kraft (Ach und Wehe, o, duckt cnch, ihr armen Status- Quolcr!) und ist in allen 8tatu8->m0-Gemeinde!1 Alles, Alles, vom Rabbiner bis zum letzten Kochlöffel, Alles במול und אמוד. Wir schonen das Alter jenes Fr., mehr aber noch die Ehre jenes בארן זצוק״ל, dessen Eidam zu sein er das Glück hat, sonst würden wir diese fcmiofc Expektoration nicht ohne gebührenden Geleitscheiu lassen. AxL 3. wollten wir noch den köstlichen Inhalt der bescheidenen Zeilen des Rabbiners T. ans M. Cs. translatircn, doch der ״Jeschnruu" wird diesen Raum mit nützlicheren Dingen auszusülleu wissen und der Herr General auf dem Felde der D^^5־abufatiou wolle uns entschuldigen, wenn wir seine Worte nur stillschweigend — ignoriren — und übergehen mm zu Nr. 2. — Herr Leopold Bermann setzt die Vorgänge in Ungarn als bekannt voraus, verurthcilt das Gebahren des Herr Rabbiner Lasar L.öw, erwähnt die Geineinden DcrciSke, Ezigüud und Miskolcz, in welchen er bisher rabbinische Agenden vcrschcn, repräsentirt sich als religiöses Oberhaupt der von: Rabbiner Löw ״verlassencn" und ..verstoßenen" 8t!rtn3-<1uo Gemeinde und erhebt bittere Klage darüber, daß Herr Rabbiner Lasar Low ihn und seine Heerde auf den Index gesetzt. Merkwürdigerweise vermeidet es Herr Vernimm ängstlich, der דבדי אמת Erwähnung 21! thtttt, er schreibt hlos "הלך הרב ר׳ אלעזר ואחוזת מריעיו והדפיסו דברי דופי ובו und formnlirt dann seine halachischc Anfrage: אשאל אם אמת הדבר פי בל הרוצה ליטול השם יבול ליטלו באיסורים אשר המה אוסרים על אחרים. Um nicht als ein זאת t^ftragcficUcr zu erscheinen, führt er fünf Zitate ins Feld, welche aber seiner kasuistischen Routine wenig Ehre machen. Znm Schlüsse jedoch finden wir eine interessante Notiz. Herr Bermann schreibt: Die ״Konstitnirten berufen sich jubelnd ans eine תשובת מהר״ם שיק, in welcher die Ausschließung der 8tatu8-<mo- Gemeinden sanktionirt wird, während derselbe Autor Rabbi Moscö Schick זצ״ל einem Fragsteller nach Miskolcz (damals Reform gemein de) folgender-!näßen geantwortet: שיל׳ת חוסם יום ה׳ י״ד אלול תרל״א. v בשמוע קול שופר בהרים יוהק לחיים טובים בספר I מכתבו ממישקאלץ קבלתי ומה ששאל.הרב ובו׳

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