Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 10 (10.3.1887)
- Article
- Die Bedeutung des Purimfestes
- Date
- 1887-03-10
- Page
- 145 (sequence 1)
- Language
- German
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XX. Jahrgang. Hannover, den M 10. /CT'CxCr -OvA^jOr r ׳vvy w T^ochßusr^riü W V v in Haus, Gemeinde und Schule. ^cgrüiuiet von Smuson Nüphnkl Hlrsch, dSnßßiarr 11. IsrncPilifcfici! $efip1tsgefelfl«{l 31! äFrnutfiirt a. Neue Folge. - Fünfter Jahrgang. Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen voll Ascmc KrrM. Diese Wochenschrist crfdjcint jeden Donnerstag mindestens 2 Vogen stark. — AbonnementöpreiS bei allen Posianstalten und Buchhandlungen 2 Jh50 .J> für das Bierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Icschurun zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direkt und franko unter Streifband den Jahrgang siir 12 oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, snr 1-1 vi(x oder 18 Fr. nach den Ländern deS Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25r^Z s. d. Zgespalteuc Petitzcile oder deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Artilleriestr. 29. Inhalts-Verzerchiriß von Nr. 3®. Die Bedeutung des Purimsestes. — Die Militärpflicht der jüdischen Neligionölehrcr. — Mendelssohn und die Uebcrlirfcrnng. — AnS jüngst vergangener Zeit (Fortsetzung). — פרקי אבות — -לפורים (Fortsetzung). — Bemerkungen zu den ״Alten Amsterdalncr Gemeinde-Verordnungen". — itorre» spondeuzen und Nachrichten: Hannover, Berlin (2), Hamburg, Leipzig, Gnescn, Pest (2), Warschau, Bcrdidschcw, Bialystok, Bukarest, Noman, Spanien, Kanea, Ncwyork (2). — Bücherschan. — Inserate. Die Mklljnng des Durimfeßes. Haman, der allgewaltige Wesir des persischen Königs, stand aus dem höchsten Gipfel seines Ehrgeizes. Er hatte nach dem Höchsten gestrebt und es erreicht. Die Leitung der persischen Weltmonarchie ruhte in seiner Hand. Der König hatte ihn über alle Großen des Reiches erhoben, welche vor ihm sich beugten. Er war nicht nur der alleinige Gebieter des großen vom Nil bis zum Indus reichenden, hundcrlsiebenundzwauzig Landschäften umfassenden Staates, sondern herrschte auch über den König selbst, der zu einem gefügigen Werkzeuge seiner Laune sich erniedrigt hatte. Er . verfügte über große Neichthumer, und eine zahlreiche Nachkommenschaft sicherte seinem Namen und Glanze auch die Dauer über das Grab hinaus. Aber weder diese! mächtige Stellung, noch dieser Neichthnm, weder die! Herrschaft über den Monarchen, noch der Glanz seitleS Hauses gewährten ihm Befriedigung. וכל זה איננו שוך, לי ״alles dieses genügt mir nicht," bekennt er im engsten Kreise, ״so lange ich den Juden Mordechai im.Thore des Königs sitzen sehe." Der Anblick dieses Inden erfüllte ihn so sehr mit Ingrimm und vergällte ihn! die Freude an jedem Lebensgenuß, daß er auch keinen Tag länger ihn erdulden wollte. Er hatte bereits aus Haß gegen diesen einen Inden ein allgemeines Inden- BernichtuugS,Edikt erwirkt, vom 13. Nissan datirt, alle Inden ״vom Knaben bis zum Greise, Kinder und Frauen" ״zu vertilgen, abzuschlachten und anSzurotten", ״und ihre Habe zu plündern". Dieses Edikt war an alle Satrapen, Paschas und Statthalter der hundertsiebenundzwanzig Provinzen abgcgangen, mit königlichem Jnsiegcl versehen, und der dreizehnte Adar desselben JahrcS war für diese große Jndenschlacht und Inden- Plünderung angcsetzt worden. Haman aber konnte nicht so lange warten, bis in dieser allgemeinen Indenauöroltnng auch der von ihn! ganz besonders gehaßte Jude Mordechai, um desscnwitlen diese ganze Abschlachtung angcordnet war, seinen Untergang finden würde. Sein Haß verlangte raschere, sofortige Befriedigung. Er war ja am andern Tage zum Diner der Königin im engsten Zirkel geladen und fürchtete für die Heiter-