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Jeschurun · 1887-02-03 · Heft 5 (3.2.1887) · p. 70

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 5 (3.2.1887)
Article
Gutachten über die Betrebungen der Thierschutzvereine und das jüdisch-rituelle Schlachten der Thiere
Date
1887-02-03
Page
70 (sequence 3)
Language
German
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an sich gern anerkannt, doch Anstand finden müssen, diesem Anträge Folge zu geben. Dagegen hat das Ministerium von der Eingangs gedachten Vorstellung deS Vereins Veranlassung -gc- Kommen, die OrtS-Polizeibehördcn darauf, daß cS im hohen Grade bedenklich und deshalb unzulässig sei, uncrwachsene Personen und namentlich Kinder die An« Wesenheit beim Abschlachtcu von Schweinen zu gestatten, besonders aufmerksam niachcn zu lassen, und dieselben anzuweisen, dieser Unsitte, wo sic vorkomme, mit Nachdruck cntgegcnzutreten. Ministerium des Innern. Nostitz Walkwitz. פרקי אבות. Ucbcrsetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. (Fortsetzung.) *)8. N. Joßi sagt: Wer die תורה ehrt, der wird selbst geehrt bei den Akenscheu, wer die תורה entweiht, der wird selbst entwürdigt bei dm Menschen. Wer die תורה als das Höchste, als dcn einzigen Quell der Wahrheit und der Mcnschcnbestimmnng in sich ausnimmt, dem verleiht sic eine geistige Hoheit und einen sittlichen Adel, die ihm ungcsucht Achtung und Ehrerbietung bei den Menschen erwerben. Wer aber der תורת die schuldige Achtung und Verehrung versagt und ihr keinen geistigen und sittlichen Einfluß ans sein Denken und Wollen gestattet, der sinkt zu einer würdelosen Gemeinheit herab, die auf ehrende Werthschätznng der Menschen verzichten muß. **)9. Sein Sohn 9t. Iischmael sagt: Wer sich von richterlicher Funktion fern hält, entlastet sich von Feindschaft, Raub und nichtigem Eid. Wer aber dreisten Sinnes in Gesetzentscheidung cingcht, ist ein thörichter, gesetzloser und hochmüthiger Mensch. Wenn dem Rechte durch Andere ein Genüge geschehm kann, handelt der weise, der die Ausübung einer richterlichen Funktion ablchnt. Nicht nur, daß in der Regel einer der Parteien dem Richter, der ihn nach bestem Gewissen verurthcilt, -feindlich gcstinunt wird, so kann ein Richter mit bestem Willen und ge- Wissenhafter Ucberieguug sich irren und aus Irrthmn eine Forderung rechtswidrig zusprechcn oder absprcchcn, «> דבי יוסי אומר כל* המכבד את התורה• נוסו מכובד על* הכריות• וכל* המחלל* את התוהה• נוסו מחול*ל* ער הכריות־ *♦1 ר׳ יישמעאל* כנו אומר החושד עצמו מן הדין• סורק ממנו איכה• וכול* ושבועת שוא- והכס ל*כי כהוראה• שוטה ישע• ונס רוח• und in den meisten Fällen, wenn auf einen Eid erkönnt wird, geschieht entweder ein Meineid (שבועת שקר) oder ein mmöthiger Eid (שבועת שוא), unnöthig, wenn Derjenige, gegen dcn der Eid geleistet wird, auch ohnehin von der Wahrheit des im Eide zu Beschwörenden überzeugt ist. So gewiß Derjenige, der, wo dem Rechte nur durch ihn genügt werden kann, mir der Uebernahme einer Richtcrfunktion eine hohe Pflicht erfüllt, so hoch, daß der gewissenhafte Richter in unserer Sprache selbst dcn Namen Gottes, als dessen Stell- Vertreter, אלקים, trägt, so gewiß entgeht Derjenige, der eine solche Funktion nicht zu üben braucht, einer wahrlich nicht leicht zu nehmenden Verantwortung. Wer aber dreisten Sinnes sich zu einer Gesctzentscheidung drängt, der zeigt eben, wie wenig weise, wie wenig gewissenhaft und wie dünkelhaft er ist. *)10. Er pflegte zu sagen: Sei kein Einzelrichtcr, einzeln zu richten vermag nur Einer. Sage auch nicht: Nehmt meine Ansicht an, denn bei ihnen beruht die Vefngniß, nicht bei dir. Obgleich ein Mann von anerkannter Gcsctzcstrcue (מומחה לרביב) als Einzclrichtcr fnngirm kann, so wird doch gerathcn, dies nicht zu thun, nur Gott, der Einzige, bei dem aller Jrrthum ausgeschlossen ist, möge allein richten. Und als Mitglied eines Kollegiums bestehe nicht ans deiner Ansicht, sie den Anderen aufzudränacn. In jedem Kollegium beruht die Autorität bei der Mehrzahl, nicht bei den! Einzelnen. (Fortsetzung folgt.) I!!s jnngß tierßlNtgktttt Zeit. Novelle von Friedrich Nott. (׳)!achdruck verboten.) (Fortsetzung.) ״Sie sind sehr gütig, Madame," cntgcgnete das Mädchen innig, ״aber —" fügte sie bittend hinzu, ״wenn ich lieber bei der Tante bleiben könnte — sie ist blind und ist doch jetzt schon seit mehreren Wochen an mich gewöhnt — wenn ich sie Pflegen dürfte —" ״Gewiß, gewiß," versetzte der Arzt, ״unter diesen Umstanden wird cS Ihnen unbedingt gestattet werden, bei ihr zu bleiben, ich selbst werde dafür sorgen." ES ward eine Tragbahre hcrbcigcschasft, die Kranke vorsichtig darauf gebettet und in das Hospital tranSportir-, begleitet von dem jungen Mädchen. Der Arzt, der selbst Primararzt des Krankenhauses war, war dorthin vorausgecilt, um zum Empfang der noch immer Bewußtlosen die erforderlichen Vorbereitungen treffen zu lassen. Sie war sofort in das für sie bestimmte •> הוא היה אומר אל* תהי דן יחידי• שאין רן יהירי• א?*א אחד• ואל* תאמר קבל*ו דעתי שהן רשאי ן וליא-אתה•

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