Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 4 (27.1.1887)
- Article
- Das jüdisch-theologische Seminar in Newyork
- Date
- 1887-01-27
- Page
- 49 (sequence 1)
- Language
- German
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in Haus, Gemeinde mtb Schule. ßtgriimii’l non Slttllfon Naphlltl Hirsch, JMiliimT d. Isrnrfilifificii Resil;im!8zeseMast jn JVnuIfiict a. Jü. Neue Folge. - Fünfter Jahrgang. HcrauSgcgcbc» imter Mriwirkung bc§ BegrUiiderL und bewährter Genossen von Isüac Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonneinentöpreis bei allen Poftanstalten nnd Bnchhandlnngen 2^a5-0^Z für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Jeschurnn zn Hannover. — Die Expedition versendet nnch direct nnd franko unter Streifband den Jahrgang für 12 Ji oder 7 Gulden östcrr. Nähr, nach Deutschland und Oesterreich׳, für H Jü oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 2'>Jj f. d. :!gespaltene Petitzeilc oder deren Nauru berechnet. — Expedition: Hannover, Artilleriestr. 211. Inhalts-Verztichniß von Nr.. 4» Das jndisch'Ihcolegische Serninar in Ncwyork. — Das Bcwnsttscin vom Judenrhnm (Fortsetzung'. — Alte Amsterdamer 1 Gemeinde-Verordnungen. — Ans jüngst vergangener Feit (Fort, setznng). — Eine Neife rrach Nnßland. — Bemerkungen zn den Alten Amsterdamer Gemcindc-Berordnnugcu. — Was soll an; nnseren nnglücklichen Brüdern werden? — Korrespondenzen und Nachrichten: Hannover, Frankfurt a. M., Wien, Prag. London, Arnstcrdam (2), Kiew (2), Wiborg, Wcsirnstland, 5ralisch, Numänicn, Ncwyork, Palästina. — Inserate. par־ jiiW-jhtölogische Sniiifiar in UmPkit. Diese dem Studium der jüdischen Wissenschaft und der Heranbildung von Lehrern oder Rabbinern gewidmete Anstalt wurde am 2. Januar d. I. in Gegenwart einer zahlreichen Versammlung .crössuct. Sie verdankt der opferfreudigen Hingebung jüdischer Männer nnd Frauen die zn ihrer Begründung erforderlichen Mittel und zählt in berechtigter Zuversicht aus die gleiche im Volke lebende Begeisterung für ihre Erhattung nnd ihren weiteren Ausbau. Unsere Iransatlantischen Brüder stehen an Hochherzigkeit und Wohlthätigkcit gegen keine andere jüdische Genossenschaft zurück, und gerade diese Schöpfung entstammt einer nicht zu verkennenden, freudig zn begrüßenden idealen und religiösen Bewegung, welche sich in weiteren Kreisen der amerikanischen Jndcnheit krmdgiebl. Sic legt Zcugniß davon ab, daß cö dort zn tagen beginnt, daß dort die Erkcnntniß von der Nichtigkeit und Hohlheit der Reform zum Durchbruch gelaugt; sie läßt ahnen, zu welcher Alüthc das Jndenthnm dort gelangen könnte, wenn die rechten Männer im Lande wären, um diese Bewegung in die rechten Bahnen zu Küken nnd dem Volke das Banner des einzig wahren JudcnthnmS voranzntragen. Wie weit auch immer das Leben dem jüdischen Gesetze entfremdet worden, wie sehr auch jüdischer Geist und jüdisches Wissen anö den Schichten des Volkes geschwunden zu sein scheint, so lange nur noch ein Fünkchen davon in der Volksseele, wenn auch ganz heimlich glimmt, so ist die Hoffnung nicht ausgeschlossen, daß von diesem lange Zeit kaum bemerkten, vcrborgcircn Flämmchen neue Wärme und neues Licht aus׳ strömt, die schon crftorbcn gewähnte Liebe und Treue wiederum erweckend und den beinahe ganz umnachteten Geist erhellt. In keinem Lande gestalteten die 'Verhältnisse sich ungünstiger als in Amerika. Die jüdischen Eimvanderer vergaßen in dem rastlosen geschäftigen Treiben der väterlichen Religion.. In dem Ringen um die