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Jeschurun · 1887-01-20 · Heft 3 (20.1.1887) · p. 36

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Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 3 (20.1.1887)
Article
Jüdische Ansiedelung in Spanien
Date
1887-01-20
Page
36 (sequence 3)
Language
German
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36 Nationalität, als die von den Rumänen nicht anerkannte und wird das spanische Bürgerrecht erwerben wollen. Die Ausländer können in die Ausübung aller Rechte, welche einem spanischen Staatsbürger zustehen, cintretcn, wenn sie natmalisirt werden. Die Naturalisation hat vier Grade, von der absoluten oder vollständigen Inkorporirung des Ausländers, dem sie gewährt wird, so daß derselbe sämmtliche öffentliche Aemter bekleiden kann, bis zu dem Grade, daß er bcschränkte Rechte genießt. Der Unterschied liegt in der Befähigung, öffentliche Aemter zu bekleiden. Natürlich kann derjenige, welcher die Naturalisation vierter Klasse erlangt hat, auch die der zweiten und ersten erreichen, Dies heißt natürlich nicht, daß wir Spanier in Klassen gethcilt sind, sondern nur, daß die Fremden nicht mit einem Male dem Einheimischen gleicht gestellt werden, sondern erst eine Art von Gradnirung durchmachcn müssen. Ein Fremder, welcher die NatnralisationSnrknude erwerben will, muß eine der folgenden Bedingungen erfüllen: a. Mit einer Spanierin verheirathet sein. b. Eine Erfindung oder wcrthvolle Industrie nach Spanien bringen. e.. Unbewegliches Eigenthum, von dein er direkte Stenern zahlt, erworben haben. ä. Mit eigenem Kapital Handel treiben. 0. Die Natnralisirung durch ein hervorragendes Verdienst um das Land verdient haben. Der Fremde, welcher die Naturalisation als Spanier erwerben will, erbittet dieselbe vom Justizin'mister. ES wird eine Enquötc cingclcitet, bei welcher der Bittsteller Nachweisen muß, daß er eines der genannten Erfordernisse besitzt, und cS müssen die Kosten bezahlt werden. 4) Welches sind die materiellen Chancen der Ein- Wanderung für Gründung einer Existenz in Spanien, und welches sind ferner die geeignetsten Individuen, welche man nach Spanien dirigiren könnte? Meine Antwort an den ״Consilinl" auf diese Frage war sehr ausführlich; ich fasse dieselbe in Folgcndem zusammen: Arme Leute sollen jetzt nicht nach Spanien kommen; solche Leute sollten nach dem spanischcn Amerika, nach Cuba, gehen.. Die spanische Negicrnng bezahlt für einen jeden Emigranten von jeden! europäischen oder afrikanischen Hafen die Reise. Der Emigrant muß sich in diesem Falle beim Ackerbau nützlich machen können und erlangt nach einjährigem Aufenthalt ans der Insel Euba das volle spanische Bürgerrecht. Zuerst müssen Industrielle und Kaufleutc nach Spanien kommen, Leute des Mittelstandes, wenn solche auch kein Geld haben, wenn sie nur Intelligenz genug besitzen, 11111 sich mit unserer Hülfe selbst Geltung zu verschaffen." Hieraus crgiebt sich unseres Erachtens, daß von einer umfassenden Einwandernng der Juden zur Zeit kaum die Rede sein kann, insbesondere aber mit in Bezug auf den armen Thcil der in ihrer Heimath' unterdrückten Inden. Die begüterten Russen und Rumänen dürften aber doch vorziehcn, sich in einem andern Lande incderznlasscn. das ihnen jedenfalls eine größere Sicherheit für die nngchindcrte Ausübung ihrer Religion und ihrer bürgerlichen Rechte bietet als Spanien. In diesem Augenblicke wird 11118 das folgende Schreiben mitgcthcilt, welches Herr S. EhajeS in Brody an den RcichStagö-Abgcordncten 1)r. Bloch in Wien nntcrm 9. d. M. gerichtet hat. Dasselbe lautet: ״Die unglücklichen hier weilenden jüdischen Emigrauten ans Rußland haben auf ihr Einschreiten beider spanischen Gesandtschaft in Wien um Gewährung einer Ansiedlmig derselben in Spanien, vom' Herrn Gesandten vorgestern den 7. d. M. ein Telegramm folgenden Inhaltes erhalten: Die spanische Negierung kann.Ihr Ansuchen nicht an 11 eh men ans dem Grunde, weil die spanische Gescsetzgcbnng cö nicht zu läßt; jedoch hat sie den Fall dem Minister der Kolonien unterbreitet, um zu sehen ob cs möglich wäre, daß jene israelitischen Familien in den Philippinen der Karolinen-Iuseln ausgenommen werden können." Durch dieses Schreiben des Herrn ChajeS, bczw. dieses Telegramm des spanischen Gesandten, wird unsere vorhin ausgesprochene - Ansicht vollinhaltlich bestätigt. An eine Ansiedlung unserer unglücklichen Brüder in Spanien ist absolut nicht zu denken. a Alle ANßechUM Gemälde- Dklokdulmgen?) II. 1717. תקנה לסעודות מק״ק אמשטרדם (י שתי' מקדמונים ונתחדש בחורש אייר תיע״ז לפ״ק: מאחר ein הרם מקדמגים gemacht ist worden in den Zeiten הגאון הגדול מנוחתו כמד מהור׳ר ליב קאלישר זצ״ל שהיה אב״ד ור׳מ* דקהלחגו יצ״ו בצירוף אלופים פרנסים שהיו בימים החס עם רוב מגין ורוב בגין; של יהירי סגולה קהלתגו יצ״ז, welche eine תהגה *) Dr 1rckfehl'erberichtigung: In-der zweiten Note Seite 25 statt תצ/״ו lies יתצא״ו שהי' .... ונתתחדש ף steht so im Original.

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