Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1847
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Reform-Zeitung
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Reform-Leitung. Zz zeitige Leistungen, welche, auch auf Belebung und Verinnerlichung hiriziclen, erheben zn können, glaubt sie einen besonderen höhern leitenden Gedanken in sich zu tragen, dann ist sie in arger Selbst- Verblendung und geht an ihrer Selbstgefälligkeit und Selbstbespiegelung unter. —- Diese Besorgnis; aber wird in nnö geweckt, wenn wir den zweiten Aussatz: Wissenschaft und Leben, von Hrn. Nebenstein lesen. R. plaudert Heuer und gemüthlich, wie man Dieö in seiner Stube bei einem Glase Znckerwasser und einer Cigarre inr Gespräche mit einem Freunde thnt, über Dieö und Jenes, besonders auch über die Männer, welche die Nefonn bisher theoretisch und praktisch "gefördert haben; cö werden da allgemeine Urtheile ausgesprochen, in urbaner Weise, mit geglätteten Phrasen, die oft niedlich zngespiht sind, zuweilen nicht ohne Humor, ein nicht übler Aenillcton- Artikel. - Eö wird Allen der Te.rt gelesen, vielleicht nicht am Sanftesten dem Unterzeichneten, der „über das Debütiren nicht hinanskam, der heute nicht mehr sagt als vor neun Jahren," der „immer nur E.rperimente^improvislrt der „den Muth hat, das zu rhun, waö ihm Niemand zntrant, und immer das zu unterlassen, was tnan dann von ihm zu erwarten berechtigt ist," der aber „nicht das Recht hat, versuchsweise um neun Jahre zurückzugehen, der „gegenwärtig (d. h. noch vor vierzehn Tagen etwa) über die Nesirltale, die die Vota der dritten Nabbiner-Vcrsaminlung in seiner Gemeinde hcrvorgcrnfcn, schwärmt;" „die wa.hre Reform," d. h. eben die Gelassen schaft, ist aber dennoch so gütig zn erklären, daß „sie ihn aufzugcben weder das Recht noch den Willen hat." Herr N. sieht, das; ich sogar den Mnth habe, sein Unheil über mich auch dem Leserkreise dieser Zeitschrift zu übergeben, aber auch den Stolz, auf solches hingeworfene Gerede nicht zu antworten. Ein dritter, anonymer Aussatz: Märtyrer und Apostat, behandelt die Frage, ob 'ich, der ich früher als Märtyrer gegolten, nun ein Apostat sei, zn dem „man mich jetzt stempele." Er hat die Güte, mich für keinen Apostaten zu erklären, sondern — höret und bedauert mich! — wiederum für einen Märtyrer, und zwar —* aus Mangel an Selbstkenntniß! Ich muß gestehendaß ich „bei dem mir innewohnenden Ehrgeiz"-—wie der Fenilletonist meint — etwas stolz werden müßte, daß „die wahre Reform," die Reform Geigers Zeitsch. Vl. Bd. l.'Hst.