Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1847
- Issue
- Heft 1
- Article
- Litterarische Studien
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 13)
- Language
- German
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II. Litttl'ürische Studien. 29 hier unser Nathan gemeint, und das heißt nicht aus Dildia — einem sonst unbekannten Orte —, sondern der Messer, der Verfasser der Middoth^). Wir haben hierdurch nicht bloö zwei neue Fragmente — in drei Anführungen — auö dem Buche der -19 Middoth gewonnen, sondern auch neue Bestätigung für den Verfasser dieses Buches, dessen Name an den wenigsten Orten angeführt wird, dann aber auch für dessen spätes Zeitalter, das die nach -Nascht lebenden Autoren als das eines nachthalm. Gelehrten kannten, indem die Art der Anführung ansö Unzweideutigste dafür spricht. Das Büchlein war jedoch, wie bereits bemerkt, wenn auch zunächst mathematischen Inhalts, doch nicht selbstständig wissenschaftlich, sondern sowie es selbst in seinem streng mathematischen Theile hauptsächlich der Erklärung von Bibelstellen gewidmet war, so nah in cS auch Deutungen anderer Stellen auf, welche Zahlen besprechen, aber hier mehr aggadisch verfahrend, und dieses Verfah- 'ren entspricht ganz dem palästinensischen Ursprünge, dem Vaterlande der Midraschim. So ist hier die erste Quelle für die Sag?, daß der auS dem Felsen strömende Quell in zwölf Quellen nach der Anzahl der Stämme sich gespalten habe (Naschi zu Pf. 78, 16)**). Diese Sage scheint erst auö dem Koran geflossen zu sein, der diese Begebenheit mit der zu Elim (2 M. 15, 27) verwechselnd, die Ausschmückung hinzufügt***). Gleich den Priestern, berichtet daö Büchlein, seien auch die Israeliten in 24 Ordnungen gethcilt gewesen, von denen je eine bei den Tempelopfern anwesend sein *) Wenn Thoß. die Antwort Nathan'ö einer Frage Naschi'S gegenüberstcltcn, so will daö nicht heißen, als habe derselbe die ihm durch Naschi erst bekannt gewordene Frage gelost, sondern Raschi'ö Frage erledige sich durch die von Nathan angegebene Behauptung. Wie ich höre, hatHr. S Cassel in einem neuerdings erschienenen Schriftchcn — das ich noch nicht ge,- sehen — einen Ort Dudia in Frankreich angegeben, jedoch beweist Dies noch Nichts gegen unsere durch das CachvertMniß begründete Vcrmuthung. **) Jalknt zu 4 M. 21, 18 § 764 hat diese Sage bei dem Brunnen in der Wüste und führt als Ouclte blos schlechtweg Midrasch an. «*») Vergl. mein: Was hat Mohamed auö dem Jndeuthume ausgenommen? S. 164. Bei der Begebenheit zu Mm sagt Dies schon die Mekhiltha zur St. und die beiden Reeenstonen des jerus. ThargumS.