Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1847
- Issue
- Heft 1
- Article
- Litterarische Studien
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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!i. Literarische Studien. 19 zu verherrlichen, immer wieder hervortreten. Besonders hat sich letzteres Streben in den neuesten litterarischen Verhandlungen auf eine auffallende Weise bemerklich gemacht und ist mit einer Zuversichtlichkeit ausgetreten, die naiv zu nennen wäre, wenn nicht die Absicht zu klar an den Tag träte. Wir haben eS hier namentlich mit den unter den» Namen des N. Nathan bekannten Werken: Aboth und neun und vierzig Middoth, mit der dem Samuel beigelegtcn astronomischen Baraitha und dem Buche Jezirah zu lhun. Z. Aboth n. -ÜB Middoth des N. Nathan. Herr Dr. Fürst hat in dem Verlaufe mehrer Nummern deS Orients eine Geschichte der jüdischen Litteratur in Babylonien begonnen. 3st auch die geordnete Darstellung einer jüdischen Litteraturgeschichte an und für sich gegenwärtig, da manche Gebiete derselben kaum andeutungsweise behandelt sind, noch voreilig, so würde doch die Zusammenstellung der bisher gewonnenen Resultate und ihre Vereinigung an einem Orte nicht unverdienstlich sein. Wir würden eS auch Herrn Fürst Nachsehen, wenn er ganz stillschweigend mühsame Forschungen gelehrter Männer sich aneignct und dem Leser kaum leise verrärh, wem er diesen Reichthum zu danken hat; wird die Wahrheit verbreitet, so mag deren Urheber gerne sich zurückziehen und dieselbe zum allgemeinen Gute werden lassen. Aber anders wird es, wenn die Resultate der Wissenschaft leichtfertig behandelt werden. Auch Hr. F. nämlich hat eö sich in den Kops gesetzt, Babylonien zum Mutterlandjüdischer Gelehrsamkeit zu machen, und Hr. Napoport mag sich mit Recht beklagen, zuerst von ihm ansgebeutet und dann von ihm desavouirt zu werden. Zur Begründung dieser Behauptung werden nicht etwa dis darüber gepflogenen erschöpfenden Untersuchungen widerlegt, sondern blos der alle Brei aufgewärmt, unbekümmert um alles bisher Gesagte. Da treten nun die großen Lehrer Babyloniens, Hillel, Nathan und Chija auf, und Hr. F. fragt nicht danach, daß fle als Schüler nach Palästina eingewandert sind, dort erst Gelehrsamkeit sich erworben und dort sie wieder verbreitet, er gebietet Hillel Stillschweigen, wenn <r selbst seine Gelehrsamkeit dem von Schema'jah und Abtalion genossenen Unterrichte zuschreibt! Er liebt eS auch 2*