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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1847-01-01 · Heft 1 · p. Seite 7

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1847
Issue
Heft 1
Article
Die religiösen Thaten der Gegenwart im Judenthume
Date
1847-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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!. Die religiösen. Thaten der Gegenwart. 7 in Deutschland noch nicht weiter gediehen, als daß man zwar glauben darf, waö man will, jedoch bekennen nur, waü der Staat gestattet. Genug, er wandlc sich an die Männer, welche biö dahin als Vertreter der Reform galten und eineö gewissen Ansehens sich erfreuten. Sie hatteil bis jetzt, wenigstens dem äußern Anscheine nach, ziemlich friedlich neben einander gestanden; in den Vrincipien zeigte sich wenig Verschiedenheit, nur die Individualität schien da und dort daö Eine und daö Andere zu modificinir oder auch die Verhältnisse abweichende Forderungen zu stellen. Als es jedoch zur Thar kam — denn auch daö Unheil über eine Thal zur Förderung oder Deöavouirung derselben ist selbst eine That —, da sah . man erst, das; wenn die rechte Einigung erzielt werden solle, man sich erst der liefern Gründe noch bewußter werden müsse, so lange aber nur der Wunsch und ein unbestimmtes Gcsühl leite, die Übereinstimmung nur scheinbar ist. die bei der ersten Veranlassung m Uneinigkeit sich auflöst. Daö Vedürfniß nach gottesdienstlicher Reform waro allgemein zugestandcn, aber Maß und Grundsatz war verschieden. Die Meisten hatten sich zwar an daS Factum gehalten, an den vorliegenden Tempel-Gottesdienst, ihn entweder gebilligt oder doch insoweit in seinem Rechte erklärt, daß er nicht unjüdisch, nicht widergesetzlich sei. Andere jedoch gingen bei ihrer Begründung weiter, erließen Abmahnungcn oder ertheilten Nathschläge, und wir müssen, wenn auch hier bloö ein Anfang zu späten: Debatten vorliegt, doch die Männer und ihre Richtung tnS Auge fasse,:. Herr Frankel begann seit jener Zelt, bereits vor ihm ausgestellte richtige Grundsätze auf verkehrte Weise anzuwenden. Die Reform hatte den Grundsatz aufgestellt, daß wenn die Religion wirklich die innerste Lebenskraft dcö Menschen auömachen, die tiefste heilige Quelle sein solle, welche Gesinnung und Handlung veredelt und weiht, ihre Aussprüche dann nicht blind angenommen werden dürfen, sondern ebenso klar erkannt wie tief empfunden werden müssen, daß daher die religiösen Satzungen, die Eeremonieen, nur dann Werth haben, wenn sie entweder ein lebendiger Ausdruck innerer Überzeugung, nicht aber äußeres Machrgebot, sind, oder wenn sie für das Gemüth eine unmittelbar anregende Kraft haben, daß daher daS Bewußtsein d-ö Bottes über, die Ceremonften eine

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