Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 3
- Article
- Nissim ben Jakob und sein Sefer ha-mafteach schel manule ha-talmud [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 436 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2929020-2929041-2929045-2932498--3108-2932554- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
436 Bibliographle» Erklärung des babyl. Thalmuds nicht nöthig istz Widersprüche Wischen diesem und dem Jer. o. andern thalmud. Werken sucht er auszugleichen. Manchmal fügt er seinen Erörterungen auch eine Halachische Belehrung an'). — Wird im b. Th. eine Erzählung blos angedeutet, so Lheitt er sie ausführlich mit, wie er sie in andern thalmudischen Schriften oder in denen der Geonim gefunden. Nicht selten erklärt er dann auch aggadische Stellen und sucht ihnen das Widervernunftige zu benehmen 2). - Die Vermuthungen nun, welche Rapaport über den Inhalt unseres Buches aufstellt, bedürfen einer sehr großen Berichtigung. *) So z. B. nachdem er zu Schabbath e. 2 zuerst auf die Stellen hmweist, in denen der Ausspruch: weiter erörtert ist. fügt er hinzu, es sei demnach unrecht, einen Leuchter auf diese Weise zu bewegen, da es blos bei einem Todten erlaubt sei; ähnlich an andern Orten. Tie Stelle L'W (Berakhoth 53) erklärt er damit, daß Kürbisse , jemehr sie an Umfang zunehmen, sich mehr in die Erde versenken, auch die Gottesfürchtigen immer an Bescheidenheit zunehmen; das Mort selbst weise auf eine Zusammensetzung hin aus l — Eine zweite Erklärung, über die er sich sehr freut, findet sich das. c. 5 zu der , Stelle: Er meint, ewiges Leben und Allmacht hangen bei Gott eng zusammen, sind Correlate; wenn nun diese geleugnet werde, geschehe es auch mir jener. Hatte Gott die Israeliten nicht nach Palästina geführt, so hatten die Völker an Gottes Macht, demnach auch an Gottes Leben gezweifelt, und dadurch daß Moses darauf aufmerksam gemacht, habe er Gott Ln den Augen der Völker gewissermaßen das Leben wiedergegeben. (Herr Ginsberg, der Herausgeber^des Commentar's zur Genesis von Kimchi, besitzt in einem Manuskripte eine Stelle von Nissim, angeblich aus der Megillath Ssetharim» in der mehrere Thalmudstellen, welche von den Erscheinungen Gottes an Menschen sprechen, erklärt werden, indem das Sichtbarwerden Gottes bestritten wird, und N. entweder in jenen Stellen blos eine bildliche Rede erkennen will oder sie auf Erscheinungen von Engeln bezieht, die den Menschen mitgetheilt, was sie von Gott hörten. Auf eine Stelle in diesem Fragmente über AkhtherieL nimmt Bezug Lippmann in Nizachon § 99. Diese wie die obigen Aggadaherklärungen werde ich auch gelegentlich zu veröffentlichen suchen. G.)