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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 3 · p. Seite 434

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 3
Article
Nissim ben Jakob und sein Sefer ha-mafteach schel manule ha-talmud [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 434 (sequence 4)
Language
German
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434 Bibliographie. geführt, möchte ich sehr bezweifeln, da der erste Theil wahrscheinlich blos auf die drei genannten Tractate beschränkt blieb, der zweite Theil wohl gar nicht ausgearbeitet wurde. - diese wurden von ihnen nicht beobachtet, und so haben sie sich der weitern Offenbarung unwürdig gemacht. Dennoch hat Gott, wie es im Thatmud heißt, die Thorah nicht im Lande Israel, sondern in freier, Jedem zugänglicher Wüste mitgetheilt, ja sie sogar auch andern Völkern angeboten, diese aber haben sie abgelehnt, und so Verdienen sie Strafe, während die Beobachter des Gesetzes des Lohnes würdig sind. Da jedoch die Einzelheiten der Gesetze nicht ganz klar in der Schrift angegeben sind, so ist es unglaublich, daß die Propheten nicht nähere Nachricht darüber gehabt und sie auch m haben sollten; Dies eben ist die mündliche Tradition, deren Wahrheit hinlänglich begründet est, und die sich bis zu Juda dem Fürsten, dem Liebling des Antoninus, fortpflanzte, und die dieser, ein Mann von umfassender Gelehrsamkeit und hohem Ansehen, wie er selten sich fand, aus Rücksicht auf die Zerstreuung und die Leiden, nun sammelte und in der Mischnah niederschrieb. Chija und Oschi'a sammelten in der THoßeftha eine Erklärung zur Mischnah, biederen Andeutungen ausführte. Auch Nab, ein Schwestersohn des Chija, war Schüler des Juda und wanderte nach Babylon im Jahre 530 nach Alexander (d. h. der seleueidi-- schen Aera^LL9). So beschäftigte man sich immer mit der Mischnah bis zur Zeit Asche's, der, gleichfalls wieder einzig in seiner Art, mit seinen Zeitgenossen den Entschluß faßte, alle Erläuterungen und Erweiterungen, Geschichten und Sittenlehren nun an Ort und Stelle anzufügen; sein Zeitgenosse Rabina unterstützte ihn darin und setzte das Werk fort und beendigte es nach Asche's , Tode, Rabina selbst aber starb 811 (500). Da nun diejenigen, welche den Thalmud niedergeschrieben, über ihn noch mündlich Llos verhandelten, so beziehen sich seine einzelnen Theil e auf einander, da die Lehrer bei kurzer Besprechung eines Gegenstandes wußten, daß an einem andern Orte, sei es desselben Abschnittes oder auch eines andern oder gar eines andern Traetats und selbst, einer andern Ordnung, die Sache ausführlicher diseutirt war; Manches sogar wird angedeutet, das sich blos im palästinensischen Thalmud ausgeführt findet, Manches sogar, das nirgends weiter erörtert ist, wie M ein Jedes einzeln an seinem Orte Nachweisenwerde. Da ich nun sah, daß viele Schüler gegenwärtig diese umfassende Kenntniß nicht besitzen, sich daher mit dem Aufsuchen der , Hauptstelle, abmühen müssen, ohne sie doch Zu finden, das Ver- ^.--HändW: ihnen also/sehr erschwert wird, entschloß ich mich, diese

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