Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Jüdische Zeitschriften
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 376 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2929020-2929041-2929044-2932215--3043-2932476- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
376 Nachrichten. immer, was nur lobend anzuerkennen ist,einerTendenzentgkgengestrebt und diese Tendenz immer fester zu bestimmen gesucht; sie ist — das unter den gegenwärtigen Umständen Ausführbare, das auf dieselben unmittelbar Einwirkende. Die Vertretung dieser Tendenz ist gewiß von vielfachem Nutzen, wenn ich ihr auch auf meinem Standpunkte keine eigentlich wissenschaftliche Gültigkeit.zugestehen kann. Auch mag. sie, da sie mehr Absicht, als Ansicht ist, zutveilen nach zwei verschiedenen Seiten hin nachtheilig einwirken. Sie null sich erstens auch als wirkliche Theorie geltend machen; daher werden auch wissenschaftliche Behauptungen mit ihren: Maschabe gemessen und dann sehr natürlich mißfällig abgewiesen, Wünsche und Anforderungen, deren rasche Ausführbarkeit nicht zu erwarten ist, auch 'oft als Verdammungswerth dargestellt. Sie will aber auch zweitens umfassende Praktische Erzeugnisse liefern, die der richtig erkannten Idee oft zu wenig entsprechen, aber das Drängen nach Resultaten befriedigen; von dieser Art waren die angeregten Plane zur Gründung eines so genannten Missionsvereins, eines Litteraturvereins, zum Erbauen eines Hospitals in Verbindung mit einer Lehranstalt zu Jerusalem und dergl. (§in einzelner Übelstand, der aber in dem großen EnLwickelungslaufe als die ziemlich untergeordnete Folge weit größerer Mängel sich herausstellt, der ohne das Aufhören dieser niemals, mit deren Verschwinden aber von selbst Weichen wird, wurde hervorgehoben, weil scheinbar sich gerade dagegen etwas thun ließ, die Lust, etwas Sichtbares zu schaffen, befriedigt werden konnte, wobei aber auch große Kräfte ohne wesentlichen Nutzen vergeudet worden wären; daß diese Projekte nicht zur Ausführung kamen und kommen, ist daher nicht dem Mangel an Interesse im Allgemeinen, sondern dem Instinkte von der verhaltnißmäßigen Geringfügigkeit des Zweckes zuzuschreiben. Jedenfalls hat jedoch die allg. Zeitung des Judenth. im Laufe der letzten fünf Jahrean Bestimmtheit und Festigkeit, auch an Ruhe gewonnen, und sie berechtigt zu der Hoffnung, daß sie durch beharrliche Verfolgung ihres Zieles ferner ein nützliches Organ für die. Entwickelung der jüdischen Verhältnisse sein werde. - Bedauerlich ist, daß ein anderes Wochenblatt, dessen Entstehen iw dem zweiten Artikel angezeigt worden, schon seit längerer Zeit wieder eingegangen ist; ich meine die „ israelitischen Annalen."